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Einsatzkräfte des THW in Stavern. Eine weitere Herausforderung war es, die Förderstrecke für Wasser über zwei Straßen zu führen.
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Aktuelle Lage vom Freitag, 14.09.2018 15:00 Uhr

Meppen. Der seit 3. September 2018 andauernde Einsatz auf dem Gelände der WTD erfordert dauerhaft eine sehr große Menge Löschwasser, um nicht nur den Brand an der Oberfläche, sondern auch unterhalb der Oberfläche bekämpfen zu können. Die Besonderheit bei einem Moorbrand ist, dass das Feuer bis tief in das Erdreich eindringen und unbemerkt weiter schwelen kann.

Der Rauch ist bereits bis nach Oldenburg, Bremen und Hamburg gezogen (Foto: Matthias Brüning)
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Die Bürgermeister der Schießplatzrandgemeinden wurden heute durch die Leitung der WTD 91 sowie den Einsatzleiter der Bundeswehrfeuerwehr über den aktuellen Stand der Löschmaßnahmen und die weiteren geplanten Maßnahmen informiert.

Neben der fortlaufenden Brandbekämpfung mit der Bundeswehrfeuerwehr, den militärischen Brandschutzkräften und externen Kräften, liegt der Schwerpunkt weiterhin auf dem Aufbau einer nachhaltigen Wasserförderung. Es ist geplant, das Moor über die vorhandenen Gräben so stark zu wässern, dass sich das Erdreich vollsaugt und eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden kann.

Neben dem Hochleistungspumpensystem der Berufsfeuerwehr Osnabrück, wurden dazu noch das System der Feuerwehr Emden und das der Berufsfeuerwehr Hannover angefordert.

Eine weitere Herausforderung für die Einsatzkräfte des THW war, dass die Förderstrecke für Wasser über zwei Straßen geführt werden musste.

Das THW hat die Arbeit mit Spezialeinheiten im Bereich Wasserförderung und Einsatzleittechnik aufgenommen und unterstützt damit, ebenso wie die Überwachung des Brandes aus der Luft durch das Deutsche Heer, die detaillierte Erarbeitung eines umfassenden Lagebildes.

Gespeist wird die Wasserförderstrecke mit Großpumpen des THW. Eine weitere Herausforderung für die Einsatzkräfte war, dass die Förderstrecke über zwei Straßen geführt werden musste.

Einsatzkräfte des THW in Stavern.

Das Brandgebiet wird mehrmals täglich mit Drohnen der WTD überflogen, um einen aktuellen Eindruck der Lage zu erhalten und eventuell vorhandene, versteckte Glutnester frühzeitig entdecken zu können.

Im Hintergrund ist der Funpark Meppen durch den Rauch zu erkennen (Foto: Matthias Brüning)

Die Spezialpioniere der Bundeswehr bauen zusätzliche Rohrleitungen auf, um Wassergräben auf dem Gelände der WTD mit Wasser aufzufüllen.

Die WTD 91 und das Bundeswehr Dienstleistungszentrum Leer unterstützen ebenfalls die Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort mit eigenem Personal und Fähigkeiten. So werden u.a. in Werkstätten kurzfristig und flexibel Einsatzmittel instandgesetzt, Fahrdienste eingerichtet sowie Arbeiten im Gelände durchgeführt wie beispielsweise das Planieren von Wegen für die Einsatzgeräte.

Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Bundeswehrgelände nicht zu betreten und die entsprechenden Zufahrtswege freizuhalten.

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