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Papenburg

Ausstellungseröffnung „Stadt, Land, Fluss“

Fabian Brand

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Papenburg. „Stadt, Land, Fluss“ lautet der Titel einer Ausstellung, die Anfang Juni auf Gut Altenkamp eröffnet wurde. Zu sehen sind dort bis zum 28. Juli Bilder und Plastiken von vier ganz unterschiedlichen Künstlern: Basilius Kleinhans, Katharina Lichtenscheidt, Ralph-J. Petschat und Michael Schreiber. Der Titel der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Zwischenahner Galerie Moderne gezeigt wird, verbindet die Sujets der Werke und ist eine Anspielung auf den gleichnamigen deutschen Spieleklassiker.  Inspirationsquelle für die Kunst der Vier sind Naturphänomene, die sie in einer jeweils ganz eigenen Kunstsprache umsetzen.

Bildhauer Basilius Kleinhans, der abwechselnd in Westfalen und Baden-Württemberg lebt, arbeitet vor allen Dingen mit Bronze und Stein. Er zeigt ein plastisches Werk, in dem Häuser, Boote und Leitern eine zentrale Rolle spielen.  Dabei geht es ihm nicht nur um gesellschaftliche Entwicklungen, wie das Leben in urbanen Räumen, sondern auch um Werte wie Geborgenheit, Schutz und Mobilität. Seine sehr reduzierte Formensprache trägt überdies eine symbolische Ebene, die er ästhetisch durch goldene Flächen aufwertet und formal  zur Bronze kontrastiert.

Als abstrakte Künstlerin lädt die in Neuss lebende Katharina Lichtenscheidt ein, ihre extrem expressiven Farbwelten zu erkunden. Sie arbeitet vorwiegend mit Acrylfarbe, die sie zwischen leuchtendem Gelb über tiefes Blau, Weinrot bis hin zu opakem Schwarz changieren lässt. Dabei setzt sie die kräftigen Farben direkt aneinander, lässt sie aber in unterschiedlicher Dichte wirken. Diesen Effekt erzeugt sie nicht zuletzt durch eincollagierte Materialien, die die Oberflächenwirkung verändern.

An eine Collage erinnern auch die Bilder von Ralph-J. Petschat, der in der Nähe von Bremen lebt. Sein besonderes Gespür für Farbe hat er über die Jahre extrem über eine besondere Arbeitsweise verfeinert. Er zerschneidet einen auf Papier gemalten Entwurf seines Bildentwurfs, bemalt die Einzelteile und klebt sie anschließend wieder auf Leinwand auf, so dass das Motiv aufs Neue erscheint.  Da die Schnittkanten sichtbar bleiben, entsteht dennoch ein verändertes Bild. Durch dieses Verfahren erreichen seine Motive –  Natur und Architektur –   eine große Strahlkraft und Intensität.

Michael Schreiber war ein sehr vielseitiger Künstler, der 2012 im Alter von 63 Jahren verstarb.  Aus seinem hinterlassenen Oeuvre werden Aquarelle, Lithografien und auch Gemälde gezeigt, die vielfach die lichte Schönheit klassischer Architektur zeigen. Er lebte abwechselnd in Berlin und Norditalien. Ihm gelingt es meisterlich, einen Kontrast zwischen akkurat gezeichneter Architektur und dem luziden gesetzten Farbspiel mit Licht und Schatten zu erzeugen.

Zu der Ausstellung ist ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen und Veranstaltungen auf Gut Altenkamp geplant.

Ihr Reporter für Veranstaltungen, Lokales und sofort NEWS im Emsland. Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressefotografen (BDP). Wir berichten tagesaktuell und fast 24 Stunden am Tag.

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