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Lingen

Festival „unboxing: Ökotopia“ der Hochschule Osnabrück: live in den Theatern der Stadt sowie im digitalen Raum

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Das Festival „unboxing“ der Hochschule Osnabrück, Campus Lingen, geht in die zweite Runde. Studierende des Instituts für Theaterpädagogik organisieren, in Lehrbegleitung von Prof. Dr. Margarita Tsomou und David Gruschka, das zweite Diskursfestival, diesmal unter dem Titel: „unboxing: Ökotopia – Planet Zukunft Transformieren“, das am 25. und 26. Juni live in Lingen vor Ort sowie im digitalen Raum stattfinden wird.

In Bildungsformaten, aktuellen Diskursen und, nicht minder! In den Spiel- und Erkundungsräumen der Kunst wird mit dem Titel „Ökotopia“ die Frage nach dem Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Planet gestellt. Das Festival zeigt globale und lokale Perspektiven: Kooperationen mit Umweltverbänden und Lingener Initiativen sind genauso im Programm wie Auftritte und Beiträge von Akteur*innen mit globalem Renommee – etwa Alberto Acosta, der ehemalige Energie- und Bergbauminister Ecuadors, oder Melanie Bonajo, die Künstlerin, die 2022 auf der Venedig Biennale die Niederlande vertritt.

Das Festival eröffnet mit einer Stadtführung durch die Naturräume in Lingen, organisiert vom Naturschutzbund (NABU) Emsland Süd. Am Freitagabend wird die Humangeographin und Nachhaltigkeitsforscherin Lilith Kuhn in einem medialen Kurzvortrag zentrale Fragen zum Thema Mensch und Umwelt auffächern. Das künstlerische Highlight des Freitags ist der Film „Progress vs. Sunsets“ im Theater an der Wilhelmshöhe sowie das anschließende Nachgespräch mit der Künstlerin Melanie Bonajo: In dem humorvollen Film werden Kinder spielerisch zu Tierrechten und Ökologie befragt, während eine Youtube-Footage von lustigen Tiervideos gezeigt und reflektiert wird.

Der Samstag beginnt mit Bildungsangeboten (online) – ob zum Thema Elektro-Mobilität, Lithium und Kolonialismus oder zur Frage der Verbindung von Care-Feminismus und Ökologie.  Als begehbares Angebot zeigen wir an diesem Tag im Institut für Theaterpädagogik die interaktive Installation „DOWN TO EARTH“, gestaltet von der Hildesheimer Performancegruppe edgarundallan: Darin werden Wahrnehmungen für Klimaveränderungen vervielfältigt und in einer Verschränkung von Naturmaterialien und ihren Veränderungsprozessen in der Zeit sinnlich erfahrbar gemacht.

Das diskursive Herzstück des Festivals sind eine hybrid präsentierte Key-Lecture und die anschließende Podiumsdiskussion am Samstagnachmittag, wieder im Theater an der Wilhelmshöhe. Die bekannte Klimaaktivistin Tonny Nowshin aus Bangladesh führt in ihrem englischsprachigen Vortrag ein in das Thema Klimagerechtigkeit, während die Themen des Festivals, wie Postwachstum, Sorgearbeit für den Planeten und Perspektiven aus dem Globalen Süden in der Podiumsdiskussion „We need to grow UP“ zusammengeführt werden: Moderiert vom ikonischen Ende-Gelände-Aktivisten Tadzio Müller, diskutieren Alberto Acosta, der als Minister in Ecuador ein indigenes Naturverhältnis in die Verfassung eingeschrieben hat, die Care-Feministin Elke Krasny aus der Akademie der Künste Wien und der Vordenker der Postwachstumsökonomie („Degrowth“) in Deutschland, Niko Paech, über die Frage, wie nachhaltiges Wirtschaften implementiert werden könnte.

Das Festival schließt live im Theater an der Wilhelmshöhe mit der Solo-Performance „The Soft Act Of Killing“ der polnischen Künstlerin Agata Siniarska. Sie präsentiert den Menschen als Naturorganismus – eine Performance „für 50 000 tote Zellen, 10 Milliarden Bakterien, 30000 Röntgenstrahlen pro Stunde, 23 Luftströme und ein Publikum.“

Eine Reihe fortwährend abzurufender Online-Angebote begleitet das Festival, darunter die  Hörspiele der “AudioUtopistas“ über Zukunftsvisionen, der „Moorolog“ über die Bedeutung des Moors im Emsland  die virtuelle Ausstellung über Wasser oder die digitale Performance „DURST“, die den drohenden Wassermangel erfahrbar macht. Zudem gestaltet das Festivalteam den öffentlichen Raum um: durch eine künstlerische Intervention mit dem „Lingener Archiv des öffentlichen Mülls“ sowie durch das Anlegen eines Hochbeets im urbanen Raum – veranstaltet in Kooperation mit dem Gemeinschaftsgarten des NABU EMSLAND SÜD.

Das Festival findet im Theater an der Wilhelmshöhe, im Burgtheater Lingen, im öffentlichen Raum sowie digital statt. Die Programmpunkte im Theater an der Wilhelmshöhe werden zudem live gestreamt.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, jedoch ist für viele Programmpunkte eine vorherige Anmeldung nötig. Diese ist mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr im Büro des Burgtheaters unter (0591)80098-437 oder unter www.burgtheater-lingen.de möglich. Auf der Festivalhomepage www.burgtheater-lingen.de sind außerdem ergänzende Informationen zu den Programmpunkten und die Links zu den digitalen Angeboten zu finden.

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