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Meppen

Flurbereinigung Wesuwermoor geht weiter – Auch in den nächsten Jahren Wegebau-Maßnahmen eingeplant

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Präsentierten die Fortschritte der Flurbereinigung in Wesuwermoor: Stadtbaurat Henrik Brinker, Projektbeteiligte beim ArL Johannes Griesen und Silvia Hermeling, Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Franz Keuter, Friedhelm Gebben, Theo Gebben, Bernhard Horstmann, Hubert Lampen (v.l.) sowie Bürgermeister Markus Honnigfort (2.v.l.). (Foto: Stadt Haren (Ems))

Haren (Ems). Im Rahmen der Flurbereinigung in Wesuwermoor konnten, nach dem Krummen Weg in 2019, nun weitere Straßenbaumaßnahmen fertig gestellt werden.

In Asphaltbauweise wurden
– die Birkhahnstraße von der Hebelermeerer Straße bis zur Einmündung in den Krummer Weg,
– die Ginsterstraße von der Hebelermeerer Straße bis zur Einmündung in den Krummer Weg,
– die Rebhuhnstraße von der Hebelermeerer Straße bis zum Ende der Bebauung ausgebaut.

In Schotterbauweise wurden
– ein Sandweg von der Hebelermeerer Straße bis zur Wittenberger Straße
– die Verlängerung der Siedlerstraße von der Birkhahnstraße bis zur Ginsterstraße
– ein Sandweg von der Brückenstraße ausgehend ausgebaut.

Insgesamt wurden in den Jahren 2020/2021 rund 2.970 m Straße und Wege in Schotterbauweise und 2.515 m in bituminöser Befestigung ausgebaut. Diese Maßnahmen kosteten insgesamt rund 1,9 Millionen EUR. „Mit dem Ausbau der Wirtschaftswege profitieren Landwirte und Anwohner gleichermaßen. Die zu bewirtschaften Felder und Grundstücke sind nun komfortabel zu erreichen. Ziel einer Flurbereinigung ist es den ländlichen Raum zu stärken und Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Naturschutz, Wasserwirtschaft und Erholung aufzulösen. Von dem verbesserten Wegenetz profitieren alle Beteiligten“, erläutert Markus Honnigfort, Bürgermeister der Stadt Haren (Ems), bei einem Termin vor Ort.

Insgesamt 175 Grundstückseigentümer sind Mitglied im mehrjährigen Projekt der Flurbereinigung Wesuwermoor. Das Gebiet der Flurbereinigung umfasst eine Fläche von rund 937 Hektar. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,9 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen bezuschusst diese Kosten mit 75 Prozent. Die restlichen 25 Prozent werden von der Stadt Haren (Ems) und den Grundstückseigentümern getragen. Die Stadt Haren (Ems) übernimmt dabei einen höheren Anteil von rund 680.000 Euro. Die Grundstückseigentümer zahlen insgesamt rund 278.000 Euro für die Flurbereinigung.

Umsetzungsbehörde für die Flurbereinigung ist das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, kurz ArL, in Meppen. Projektleiter Johannes Griesen vom ArL koordiniert die Anträge bei den Fördermittelgebern und überwacht die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen.

„In den kommenden Jahren möchten wir im Rahmen der Flurbereinigung weitere Ausbauschritte am Krummen Weg, dem Tannenweg und der Rebhuhnstraße vornehmen. Zusätzlich hat die Stadt selbst und auf eigene Rechnung begleitende Maßnahmen an der Neulandstraße, der Siedlerstraße und der Ginsterstraße umgesetzt“, erläutert Harens Stadtbaurat Henrik Brinker.

Franz Keuter, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, sieht die Flurbereinigung ebenfalls positiv: „Durch das Zusammenlegen von kleineren Anbauflächen sowie dem Wegebau profitieren wir Landwirte von größeren, besser zu bewirtschafteten und besser zu erreichenden Ackerflächen. Das moderne Einsatzgerät in der Landwirtschaft wird immer größer und schwerer, da ist es gut einen gut zu befahrenden Untergrund zu haben.“

Hintergrundinformation:
In 2015 wurde die Flurbereinigung Wesuwermoor, nach langjährigen Bemühungen u.a. der Vereinigung des emsländischen Landvolkes (VEL), des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) sowie der Stadt Haren (Ems), als vereinfachtes Flurbereinigungsverfahren in das Landesprogramm aufgenommen.

Im Frühjahr 2016 ist eine Teilnehmergemeinschaft eben dieser Flurbereinigung gegründet worden. Teilnehmer dieser Körperschaft sind gemäß dem Flurbereinigungsgesetztes (FlurbG) alle Eigentümer, der am Verfahren unterliegenden Grundstücke sowie die den Eigentümern gleichgestellten Erbbauberechtigten. „Bei allen Flurbereinigungsverfahren wird diese Praxis angewandt. So wird sichergestellt, dass alle Grundstückseigentümer ihre Anliegen vorbringen und Berücksichtigung finden können“, erklärt Harens Stadtbaurat Brinker.

Als Basis für jegliche Maßnahmen dient ein genehmigter bzw. anerkannter Wege- und Gewässerplan, der mittlerweile im Flurbereinigungsgebiet komplett vermessen wurde. Teilweise hat bereits eine erneute Grenzfeststellung stattgefunden.

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