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Meppen

Große Unzufriedenheit; Touristische Betriebe zeigen Flagge

Matthias Brüning

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Trafen sich vor dem Hotel "Schmidt am Markt" in Meppen: (v.l.) Christian Fühner, Friedhelm Freiherr von Landsberg‐Velen, Bernd Busemann, Marianne Hiebing, Bernd-Carsten Hiebing, Maria Schmidt und Wolfgang Hackmann (Foto: Matthias Brüning)

Meppen. Weiße Bettlaken hingen am Donnerstagvormittag in den Fenstern des Hotel Schmidt am Markt. Mit der Aktion haben Gastronomen in Meppen und Umgebung am Donnerstag gegen die Corona-Lockerungen protestiert. Diese gehen nicht weit genug.

Dem Gastgewerbe steht das Wasser bis zum Hals. Seit sechs Monaten sind die touristischen Betriebe geschlossen. Viele Betriebe stehen vor dem finanziellen Aus, nicht alle erhalten staatliche Unterstützung. Zwar hat die Landesregierung Lockerungen angekündigt, doch werfen die Regelungen viele Fragen auf und sind teilweise kaum umsetzbar. Mit dieser Aktion wollen sie gemeinsam Flagge zeigen.

Hotelier Wolfgang Hackmann, der insgesamt sechs Hotels in der Region betreibt, hatte gemeinsam mit Maria Schmidt (Hotel Schmidt am Markt), Marianne Hiebing (Familotel Gut Landegge) und Friedhelm Freiherr von Landsberg‐Velen (Schloss Dankern) die drei CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Busemann, Bernd-Carsten Hiebing und Christian Fühner zu einem Gespräch nach Meppen eingeladen, um ihnen die Kritik darzulegen.

Die aktuelle Auslastung bezifferte Hotelier Wolfgang Hackmann auf rund acht bis zehn Prozent, da derzeit nur Geschäftskunden beherbergt werden dürfen. Man freue sich natürlich über Lockerungen. Aber wirklich hilfreich sind diese nicht. Das ist kein großer Durchbruch“, so Hackmann. Zwar würde die Anmeldepflicht wegfallen, aber jeder Gast müsse ein negatives Testergebnis dabei haben. Es droht bei steigenden Inzidenzen aber eine sehr kurzfristige Schließung. Außerdem dürfen Hoteliers zunächst nur Personen aus Niedersachsen beherbergen. „Es stammen aber nur zehn bis 15 Prozent unserer Gäste von hier“, so Friedhelm Freiherr von Landsberg‐Velen, Betreiber von Schloss Dankern.

Auch Friedhelm Freiherr von Landsberg‐Velen (Schloss Dankern) tat seinen Unmut über die derzeitige Situation Kund (Foto: Matthias Brüning)

Da jeder Gast einen negativen Test vorlegen müsse, könne es doch keine Rolle spielen ob man aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen oder Nordrhein Westfalen komme. Das die Anliegen der Tourismuswirtschaft nicht auf taube Ohren stoßen werden, scheint sicher. Ministerpräsident Stephan Weil hat seine Teilnahme an dem Aktionsbündnis zur Rettung der Tourismuswirtschaft in Hannover zugesagt und wird sich dort den Forderungen des Aktionsbündnisses stellen.

"Rasender Reporter" im mittleren Emsland. Aber auch mal im Bereich Papenburg oder Lingen anzutreffen. Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressefotografen. Chefredakteur unserer Redaktion in Meppen.

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