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Haren – Endausbau in Rütenbrock und Haren-Erika

Fabian Brand

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Der Bütersweg und der Bollskamp in Rütenbrock werden endausgebaut. (Foto: Stadt Haren (Ems))

Haren (Ems). Im Rütenbrocker Baugebiet Bollskamp und Bütersweg sind in den vergangenen Jahren nahezu 50 Baugrundstücke von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) im Auftrag der Stadt Haren (Ems) veräußert worden.

Da die Grundstücke seinerzeit vollerschlossen verkauft wurden, wird beim nun beginnenden Endausbau keine Gebühr für die Anwohner mehr fällig. Das Unternehmen Hackmann Straßenbau GmbH aus Wippingen führt den Endausbau der Baustraßen durch. „Wenn ein neues Baugebiet ausgewiesen wird, erstellen wir zunächst Baustraßen. Somit sind alle Grundstücke des Baugebietes während der Bauphase ausreichend erreichbar. Der Endausbau beginnt dann erst, wenn der Großteil der einzelnen Häuser bereits gebaut wurde, um eine Beschädigung der öffentlichen Straßen durch Baugeräte zu verhindern“, beschreibt Stadtbaurat Henrik Brinker den Sachverhalt.

Dieser Zeitpunkt ist nun auch in Rütenbrock erreicht und der Endausbau der Straßen kann hier beginnen. Die Baustraßen werden auf einer Breite von 4,75 m, inkl. einer Entwässerungsrinne bituminös im gesamten Baugebiet ausgebaut. Stichstraßen werden als Pflasterstraßen mit mittig angeordneter Entwässerungsrinne ausgeführt. Im Bereich von einmündenden Straßen und Kurven werden rote Pflasterungen vorgenommen, um den Verkehr zu beruhigen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Die privaten Zufahrten zu den einzelnen Grundstücken werden in grauer Pflasterung an die endausgebaute Straße angepasst. Zur Verbesserung des Kleinklimas und Verschönerung des Ortsbildes werden Bepflanzungen am Straßenrand vorgenommen. Der Abschluss der Arbeiten ist für Mai 2021 geplant.

Erneut begannen im Jahr 2018, nach mehreren Anläufen in der Vergangenheit, die Debatten um den Endausbau des Heiderings in der Harener Ortschaft Erika. Der Heidering ist seit über 40 Jahren als Baustraße vorhanden. Mittlerweile werden die laufenden Unterhaltungsmaßnahmen allerdings vom Zustand der Baustraße erschwert. Zudem fehlen Entwässerungsleitungen, die das Regenwasser vollumfänglich auffangen und ableiten.

Aus diesen Gründen beschloss der Ausschuss für Bauen und Planen bereits Ende 2018 ein Ausbaukonzept. Anliegerversammlungen folgten im Februar und September 2019. Vor dem Start der Ausbauarbeiten sollte eine zusätzliche Anliegerversammlung stattfinden. Doch im Sommer 2020 konnte diese aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht durchgeführt werden. Die bisher vorgetragenen Anregungen der Anlieger wurden von der Stadtverwaltung geprüft und beantwortet, teilweise sogar mit in das Konzept eingearbeitet. „Ich finde es gut, wenn die Anlieger ihre Gedanken in den Planungsprozess einbringen und an uns herantragen. Wir können zwar nicht immer allen Anliegen, bspw. aufgrund von technischen Regelwerken, folgen, jedoch wichtige Aspekte berücksichtigen.“, so Stadtbaurat Henrik Brinker.

So kann z.B. keine Eigenleistung für die öffentlichen Bereiche erfolgen, da bestimmte technische Voraussetzungen und Fachkompetenz der ausführenden Firmen nachgewiesen werden muss. „Die Anlieger möchten natürlich und auch nachvollziehbar die Kosten für den Endausbau so gering wie möglich halten. Dennoch befürwortet der Großteil der Anlieger den Ausbau der Straße“, berichtet die Ortsvorsteherin Maria Albers. Die Erschließungsbeiträge werden gemäß der Beitragssatzung der Stadt Haren (Ems) berechnet. 90 Prozent der Ausbaukosten werden demnach auf die Anlieger verteilt und 10 Prozent trägt die Stadt Haren (Ems). Der Verwaltungsausschuss hat Anfang Mai 2020 den Auftrag zum Ausbau des Heiderings an die Firma KARL HUNEKE, Straßen- und Tiefbau GmbH, aus Leer vergeben. Geplant wurde die Maßnahme zuvor von dem Ingenieur- und Planungsbüro A. Sommerfeld aus Neuenhaus. Für rund 770.000 Euro soll der Heidering wie folgt ausgebaut werden: Die

Hauptfahrbahn soll in einer Breite von 4,75 m bitominös, mit einer einseitigen Entwässerungsrinne, befestigt werden. Dafür wird die derzeitige Baustraße teilweise abgetragen, um die neue Straße von Grund auf neu aufzubauen. Die zwei Stichstraßen werden in grauem Betonsteinpflaster mit mittig angeordneten Entwässerungsrinnen hergestellt. Die Grundstückszufahrten werden ebenfalls in diesem grauen Betonsteinpflaster eingefasst. Rote Pflasterflächen entstehen im Bereich der sich kreuzenden Straßen und Einmündungen, um den Verkehr zu beruhigen und Aufmerksamkeit für Gefahrenstellen zu generieren. Geschwindigkeitsreduzierende Elemente, wie ein Baumtor und Aufpflasterungen sollen zudem eingebaut werden. Die Straßenseitenräume werden als Rasenfläche hergestellt. Zur optischen Gestaltung und auch zur Verbesserung des Kleinklimas werden Bäume am Seitenrand gepflanzt. Die Leitungen zur Oberflächenentwässerung und die Straßenbeleuchtung sollen ausgebaut werden. Eine Fertigstellung des Ausbaus bis zum Ende diesen Jahres wird angestrebt.

Unterhalten sich über den Endausbau des Heiderings in Erika: Bürgermeister Markus Honnigfort, Stadtbaurat Henrik Brinker und Ortsvorsteherin Maria Albers (v.l.). (Foto Stadt Haren (Ems))

Ihr Reporter für Veranstaltungen, Lokales und Sofort-NEWS im Emsland. Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressefotografen (BDP). Wir berichten tagesaktuell und fast 24 Stunden am Tag.

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