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Papenburg

Landrat Marc-André Burgdorf legt Kranz in Gedenkstätte Esterwegen nieder

Matthias Brüning

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(v. l.) Sebastian Weitkamp, Landrat Marc-André Burgdorf, Martin Koers legen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus einen Kranz auf der Gedenkstätte Esterwegen nieder. (Foto: Gedenkstätte Esterwegen)

Esterwegen. Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus legte Landrat Marc-Andre Burgdorf stellvertretend für die Mitglieder des Kreistages am 27. Januar einen Kranz an der Gedenkwand auf dem Außengelände des ehemaligen Konzentrations- und Strafgefangenenlagers Esterwegen nieder.

Das Datum erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz 1945 und wird seit 1996 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ bundesweit begangen. Landrat Burgdorf, der zugleich Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen ist, erklärt: „In Zeiten des wachsenden Populismus, Nationalismus und Antisemitismus ist es umso wichtiger zu zeigen, dass diese Vorstellungen in unserer liberalen und demokratischen Zivilgesellschaft keinen Platz haben. Jeder einzelne von uns muss diesen Tendenzen mit aller Entschiedenheit entgegentreten.“ Die Gedenkstätte Esterwegen als Ort der Mahnung mache deutlich, wohin Fanatismus und die Abkehr von Menschenrechten führen könne. „Die Folgen sind Unterdrückung, Verfolgung und Mord. Dies darf nicht wieder geschehen, und ich verneige mich in Erinnerung an die Opfer“, betont Burgdorf. Coronabedingt konnte die Kranzniederlegung nur in einem sehr kleinen Kreis stattfinden. Neben Landrat Burgdorf nahmen deshalb nur als neues Leitungsteam der Gedenkstätte Dr. Sebastian Weitkamp und Martin Koers an der kleinen Zeremonie teil.

„Wir bedauern es sehr, an diesem Tag die Gedenkstätte nicht für die Öffentlichkeit öffnen und ein Programm anbieten zu können“, sagt Burgdorf. Vor einem Jahr hatte die Gedenkstätte noch den Dokumentarfilm „Erna de Vries. Ich wollte noch einmal die Sonne sehen“ gezeigt. Er basiert auf einem Interview mit der Holocaust-Überlebenden aus dem Jahr 2006 und ihrem Buch „Der Auftrag meiner Mutter: Eine Überlebende der Shoah erzählt“. „Erna de Vries war persönlich anwesend und beantwortete zahlreiche Fragen von etwa 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern“, berichtet Koers.

Um dennoch ein Angebot machen zu können, ist der Film über die Plattform YouTube abzurufen. „Wir werden in unseren sozialen Medien eine Verlinkung anbieten, damit Interessierte sich die bewegende Dokumentation leichter ansehen können. Zudem werden wir über unsere digitalen Zugänge einige Biographien von Häftlingen und Gefangenen der Emslandlager zeigen, um den Opfern Namen und Gesicht zu geben“, ergänzt Weitkamp.

Wann die Gedenkstätte Esterwegen wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden kann, ist zurzeit noch nicht sicher zu sagen. Der interne Betrieb läuft aber weiter.

Weitere Informationen zur Gedenkstätte Esterwegen sind im Internet unter https://www.gedenkstaette-esterwegen.de/  zu finden.

"Rasender Reporter" im mittleren Emsland. Aber auch mal im Bereich Papenburg oder Lingen anzutreffen. Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressefotografen. Chefredakteur unserer Redaktion in Meppen.

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