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Meppen

Polnischer Generalkonsul besichtigt Dokumentationszentrum Haren/Maczków

Matthias Brüning

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(v.l.) Generalkonsul Jaworski und Harens Bürgermeister Honnigfort lauschen gespannt den Erläuterungen Dr. Ritters Foto: Stadt Haren (Ems)

Haren (Ems). Die Stadt Haren (Ems) verbindet eine bewegende Vergangenheit mit der Republik Polen. Eben dieser Vergangenheit, der polnischen Besatzungszeit Harens von 1945 bis 1948, widmet sich in Kürze eine Ausstellung in der eigens dafür sanierten Inselmühle.

Der polnische Generalkonsul Pawel Jaworski aus Hamburg besuchte nun vorab die Räumlichkeiten und war erstaunt, wie viel Recherchearbeit vor Ort betrieben wird. „Ich hätte nicht gedacht, dass nach über 70 Jahren noch so viele persönliche Geschichten erzählt werden können. Das macht die Vergangenheit für die Besucher sehr greifbar“, zeigt sich der Konsul beeindruckt. Das in die Ausstellung viele deutsche und polnische Lebenserinnerungen einfließen können, verdanken die zuständigen Historiker Dr. Britta Albers und Dr. Rüdiger Ritter nicht zuletzt auch der Harener Bevölkerung. So wurden viele Gespräche mit Zeitzeugen geführt und auch das eine oder andere Relikt aus jener Zeit vom Dachboden und aus dem Keller zutage befördert. „Der Zuspruch und das Interesse an dem Dokumentationszentrum ist sehr groß. Wir legen großen Wert darauf, dass beide Seiten in der Ausstellung neutral dargestellt werden. Wir möchten aufzeigen, wie das alltägliche Leben in den drei Jahren der polnischen Besatzung abgelaufen ist – für die Harener und die Polen“, erklärt Harens Bürgermeister Markus Honnigfort.

Zudem wird auch die Zeit vor und nach der Besatzung dargestellt. Bei aller Freude über den guten Fortgang der Arbeiten bleibt ein kleiner Wermutstropfen: Die für dieses Jahr geplante Einweihungsfeier muss Corona bedingt ins nächste Jahr verschoben werden. Das Museum wird trotzdem ab dem 30.10.2020 für die Öffentlichkeit zugänglich sein, denn „viele Geschichtsinteressierte und Schülergruppen warten bereits gespannt auf diese Ausstellung“, so der Rathauschef weiter. Derzeit werde abgestimmt, wie Besucherverkehre in der Inselmühle in Einklang mit dem Infektionsschutz gebracht werden können. Weiteres Thema zwischen Jaworski und Honnigfort war die Aufstellung einer mehrsprachigen Gedenktafel im Stadtkern, die über Maczków informiert und zugleich Touristen und Besucher der Stadt auf das Dokumentationszentrum in der Inselmühle hinweist.

"Rasender Reporter" für das mittlere Emsland. Aber auch mal im Bereich Papenburg oder Lingen anzutreffen. Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressefotografen. Chefredakteur unserer Redaktion in Meppen.

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