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Meppen

SoDa (Soziale Daseinsfürsorge) öffnet seine Türen in Meppen

Matthias Brüning

Veröffentlicht vor

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Ein erstes Beratungsgespräch informiert Betroffene über ein Kursangebot (Foto: VHS Meppen)

MEPPEN (pm). Meppen hat mit SoDa ein neues Beratungsbüro – Auf der Fahne steht: „Lerne Lesen, Schreiben und Rechnen“. In Deutschland waren im Jahr 2018 nach einer Studie der Universität Hamburg (LEO – Level One-Studie) von den Deutsch sprechenden Erwachsenen 12,1 % bzw. 6,2 Millionen Personen, denen das Lesen und Schreiben schwer fällt. Diese werden als Personen mit geringer Literalität bezeichnet – Auf den Landkreis Emsland heruntergerechnet werden ca. 20.000 Personen angesprochen.

Das Beratungsbüro „SoDa“ ist als Projekt im Bereich Deutsch & Integration angesiedelt. Die Koordinatorin des Projektes, Jutta Haas, ist die Ansprechpartnerin für Betroffene, Interessierte und deren Bekannte im Altkreis Meppen.

Während der Beratungszeit kommen Erwachsene aller Altersstufen, die unsicher im Umgang mit Grundbildungskompetenzen, wie Lesen, Rechnen und Schreiben sind. „Nicht gut lesen oder schreiben zu können ist für viele Menschen mit Schamgefühl verbunden. Sie entwickeln oft Strategien, sich im Alltag irgendwie durchzuschlagen. Oft ist es für die Betroffenen sehr stressig, dabei nicht entdeckt zu werden“, sagt Jutta Haas (Dipl. Soz. Arb. / VHS Projektkoordinatorin) und erläutert die weiteren Aufgaben des SoDa Büros. Nach einem ersten Termin in einem Beratungsgespräch würden die Kompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen festgestellt und dann nach einem entsprechenden Kursangebot geschaut – darüber hinaus bietet SoDa selbst auch einen niedrigschwelligen Grundbildungskurs mit wöchentlich vier Unterrichtseinheiten an. Durch die Kleingruppe von fünf, maximal zehn Teilnehmenden im Kurs, wird jedem eine sichere Lernumgebung und positive Lernatmosphäre ermöglicht.

„Wir schauen uns genau die individuellen Wünsche und bisherigen Lernerfahrungen der Teilnehmenden an, damit wir die Kurse dementsprechend mit den benötigten Inhalten gestalten können“, sagt Maren Daum (freie Dozentin) und nennt als Beispiel einen Computerkurs, der die digitalen Kompetenzen fördere. Die Abkürzung SoDa steht für „Soziale Daseinsfürsorge“ und wird erstmalig in Meppen als Projekt mit einer Laufzeit bis Ende Juni 2020 angeboten. „Finanziert wird das Projekt aus dem Sonderfond zur Unterstützung und Förderung des lebenslangen Lernens der AEWB (Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung) und dem MWK (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft und Kultur), sodass für die Teilnehmenden keine Kosten anfallen“, sagt Jutta Haas. Betroffene und Interessierte können das SoDa Beratungsbüro (angesiedelt im Druckhaus Plagge / VHS) unter der Telefonnummer 05931-8886426 erreichen.

"Rasender Reporter" für das mittlere Emsland. Aber auch mal im Bereich Papenburg oder Lingen anzutreffen. Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressefotografen. Chefredakteur unserer Redaktion in Meppen.

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