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Meppen

Ungeduld des Herzens – Stefan Zweigs berührender Roman als packendes und spannendes Bühnenerlebnis

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Am 08.12.2021 um 20 Uhr findet das Theater „Ungeduld des Herzens“ von Stefan Zweig in Meppen statt. (Foto: Theater Meppen)

Das Theater Meppen bleibt weiterhin geöffnet und zeigt am Mittwoch, den 08. Dezember um 20 Uhr das Schauspiel „Ungeduld des Herzens“ von Stefan Zweig.

Allerdings müssen die Corona-Maßnahmen noch einmal verschärft werden. Seit Beginn der aktuellen Spielzeit war das Theater ohnehin nur noch für Personen zugänglich, die entweder geimpft oder genesen sind. Neu hinzu kommt nun, dass jeder Besucher einen negativen Testnachweis, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, vorweisen muss, um Zutritt zur Veranstaltung zu erhalten. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Regel ausgenommen. Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, bringen bitte das ärztliche Attest und ebenfalls einen negativen Testnachweis mit. Außerdem herrscht eine FFP2-Maskenpflicht im Theater.

​»Ungeduld des Herzens«, der einzige Roman, den Stefan Zweig zu Ende schrieb, setzt sich mit der Frage auseinander, was wahres Mitleid ist, und wie schwierig es ist, wirklich mit einem anderen Menschen zu leiden.

Der junge Soldat Hofmiller wird auf das Schloss des Herrn von Kékesfalva eingeladen. Die Abendgesellschaft ist ein voller Erfolg: Das Essen ist köstlich, der Wein erlesen, und Hofmiller gelingt es, eine amüsante Anekdote nach der anderen zum Besten zu geben. Betört von seinem Erfolg fordert er zum Abschluss des berauschenden Abends das Mädchen Edith, die Tochter des Schlossherren, zum Tanz auf.

Doch Edith wird erst bleich und beginnt dann zu zittern; die Frauen, die sie flankieren, sind zutiefst geschockt. Hofmiller begreift, dass er einen Fauxpas begangen hat, aber erst als ihn Ediths Cousine aufklärt, dass Edith gelähmt ist, begreift er das Ausmaß seines Vergehens und flieht Hals über Kopf aus dem Schloss.

Am nächsten Morgen schickt er einen Blumenstrauß, um sich zu entschuldigen und Edith kontert mit einer Einladung zum Tee. Schon bald ist Hofmiller täglicher Gast im Schloss, genießt die Gastfreundschaft der Familie und merkt nicht, dass sich die psychisch labile Edith unsterblich in ihn verliebt hat. Als Hofmiller die Wahrheit begreift, macht er ihr einen Heiratsantrag, doch als Edith erkennt, dass dies aus Mitleid geschehen ist, schlägt die anfängliche Freude in verzweifelte Wut und Rachsucht um …

​Meisterhaft analysiert Stefan Zweig in seinem einzigen vollendeten Roman von 1939 die Seelennöte eines Mannes, der durch ein „schwachmütiges und sentimentales Mitleid, das eigentlich nur Ungeduld des Herzens ist“, an die Grenzen seiner Liebesfähigkeit stößt und schließlich die Kontrolle über die Ereignisse und sogar über sein eigenes Leben verliert. Thomas Jonigk (*1966) verdichtet Zweigs Roman zu einem Kammerspiel, in dem fünf extreme Charaktere aufeinander treffen und sich in ihren Sehnsüchten, Erwartungen und Ängsten heillos ineinander verstricken. ​Ein grandioses, spannendes und zugleich berührendes Schauspiel, das unter die Haut geht …

Tickets und weitere Informationen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der Theatergemeinde Meppen (Kirchstr. 1a, 49716 Meppen, 05931 153 378), der Tourist Information Meppen (Markt 4, 49716 Meppen), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen der Theatergemeinde oder online unter www.theater-meppen.de.

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