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Papenburg

Wirtschaftsminister sagt Papenburger Hafen finanzielle Unterstützung zu

Fabian Brand

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Zu Besuch im Rathaus waren am Mittwochvormittag (von links) Bernd Busemann, Vizepräsident des niedersächsischen Landtages, Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Landrat Marc-André Burgdorf. Sie wurden von Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (zweiter von rechts) empfangen. (Foto: Stadt Papenburg)

Papenburg. Der Seehafen Papenburg mit seiner Hafeninfrastruktur hat in der Geschichte der Stadt immer schon eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung Papenburgs übernommen. Als international anerkannter Schiffbau- und Umschlagshafen bildet er eine der wichtigsten Lebensadern der Papenburger Wirtschaft. Mit dem schrittweisen Neubau der Seeschleuse im Hafen wird die Zukunft des Standortes dauerhaft gesichert. Ein Bild über den Baufortschritt verschaffte sich am Mittwochvormittag Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, gemeinsam mit Landrat Marc-Andre Burgdorf und Bernd Busemann, Vizepräsident des niedersächsischen Landtages, im Rathaus der Stadt.

Statt ursprünglich angedachtem großem ersten Rammschlag bot eine Corona-bedingte, kleine Runde viel Raum für ein ausgiebiges Gespräch. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft verdeutlichte unter anderem, vor welchen Herausforderungen die Stadt Papenburg aufgrund der fortdauernden Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Kreuzfahrtbranche stehe: „In der maritimen Wirtschaft des Hafens bestehen mehr als 4.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Diese gilt es dauerhaft zu sichern. Ohne eine finanzielle Unterstützung durch das Land Niedersachsen und den Landkreis Emsland hätte die Stadt Papenburg dieses Vorhaben nicht allein umsetzen können“, sagt er im Rahmen des Besuchs.

Das Land Niedersachen hat den Neubau des Außenhauptes der Seeschleuse mit acht Millionen Euro unterstützt, der Landkreis Emsland darüber hinaus mit weiteren sechs Millionen Euro. Nur durch diese Finanzhilfe können weiterhin Schiffe in den Papenburger Hafen hinein- und hinausgelassen werden, um den Warenumschlag und die logistischen Abläufe zu gewährleisten.

Der Flutstrom in der Ems ist inzwischen sechsmal so schnell wie der Ebbstrom und drückt das Sediment bis an die Schleuse in Herbrum. Bei jeder Schleusung strömt somit tonnenweise Schlick in den Papenburger Hafen. Um diesem Problem Herr zu werden, sind regelmäßige situationsbezogene Baggerungen im Hafen erforderlich, die Kosten in Millionenhöhe verursachen. Um die maritime Wirtschaft finanziell zu entlasten und die durch die Pandemie hervorgerufenen Wirtschaftlichen Notlagen zu überbrücken, wurde seitens des Landes über den Nachtragshaushalt ein „Sonderprogramm Hafen“ aufgestellt, das für den Ausbau und Erhalt der See- und Binnenhäfen zur Verfügung gestellt wird. Es handelt sich hierbei um ein positives Signal, um gestärkt aus der aktuellen Situation hervorgehen zu können. „Wir wollen damit zeigen, dass Papenburg eine Förderung direkt vom Land erhält, da wir um die Wichtigkeit des Standesortes für die Meyer Werft wissen“, sagt Wirtschaftsminister Althusmann im Rahmen seines Besuches.

Am Ende des gemeinsamen Austauschs wird festgestellt, dass Papenburg mit seinem See- und Binnenhafen einen wichtigen Wirtschaftsstandort darstellt, der deutschlandweit mehr als 20.000 Beschäftigungsverhältnisse begründet. Neben dem Neubau des Außenhauptes stehen in den kommenden Jahren auch der Neubau des Binnenhauptes und die Sanierung der Schleusenkammer an. Bürgermeister Bechtluft hofft auch hier auf eine Unterstützung des Landes und des Landkreises.

Seitens der Stadtverwaltung haben neben dem Bürgermeister Stadtbaurat Jürgen Rautenberg, Erster Stadtrat Hermann Wessels und Wirtschaftsförderin Sabrina Wendt am Termin teilgenommen.

Ihr Reporter für Veranstaltungen, Lokales und Sofort-NEWS im Emsland. Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressefotografen (BDP). Wir berichten tagesaktuell und fast 24 Stunden am Tag.

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