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Zwei Frauen setzen sich für Nachhaltigkeit ein

Matthias Brüning

Veröffentlicht vor

am

Sabrina Betzer (Windelfrei-und Artgerecht-Coach) und Mascha Abeln (Soziologin und Stoffwindelberaterin) setzen sich für Nachhaltigkeit durch Müllvermeidung ein.

Meppen. Zwei Frauen aus Meppen und Haren starten einen Aufruf. Die beiden Familienberaterinnen wollen jungen Familien unter die Arme greifen -auch finanziell. Trotz unterschiedlicher Ansätze sind sich Sabrina Betzer und Mascha Abeln einig: „Wir verfolgen das selbe Ziel: ein nachhaltigeres und natürlicheres Familienleben, einfach umzusetzen und finanzierbar. Ihr Angebot sind Windelfrei-und Stoffwindelberatungen. „Nachhaltigkeit muss finanzierbar sein. Nachhaltigkeit ist in aller Munde, der Start in ein nachhaltiges Leben fällt aber vielen schwer.“
Man könnte mithilfe von Stoffwindeln schätzungsweise 400 kg Windelmüll pro Jahr und Kind einsparen, so die beiden Frauen.

Dafür treten beide nun gemeinsam mit einem offenen Brief an die Abfallentsorger und kommunale Verwaltungen heran, um dort für einen Stoffwindelzuschuss zu sensibilisieren. „In der Satzung des Abfallwirtschaftsbetriebe ist auch die Abfallberatung festgeschrieben. Dort heißt es, dass die Betriebe über die Möglichkeiten der Müllvermeidung informieren müssen. Wenn ein Zuschuss für Familien, die mithilfe von Stoffwindeln schätzungsweise 400kg Windelmüll pro Jahr und Kind einsparen, noch nicht möglich ist, dann wäre Zumindest eine Bekanntmachung dieser Alternative angebracht, um jungen Eltern die Möglichkeit aufzuzeigen.“, fasst Mascha Abeln, Soziologin und Stoffwindelberaterin, die Idee zusammen.

Viele Eltern beschäftigen sich immer mehr mit Nachhaltigkeitsthemen, wozu auch Windelfrei und das Wickeln mit Stoffwindeln gehören. Windelfrei bedeutet, dass Eltern auf die Signale ihrer Kinder achten und ihnen die Möglichkeit geben, sich von vornherein ins Töpfchen zu erleichtern, denn dies können Babys schon ab Geburt. Die meisten Menschen kombinieren Windelfrei mit Stoffwindeln als Back-Up, da diese ökologischer und gesünder sind als Einwegwindeln. Weitere Informationen gibt es auf den Webseiten der Beraterinnen unter www.menschensindkinder.de und www.emsbaby.com.

Offener Brief an die Verantwortlichen für Müllvermeidung:
Sehr geehrtes Team des Abfallwirtschaftsbetriebes, sehr geehrte Verwaltungen und Kommunen,

wir treten heute mit einer Bitte an Sie heran: Zeigen Sie jungen Familien mehr Möglichkeiten zur Müllvermeidung im Sinne der Nachhaltigkeit auf! In der Satzung des AWB Emsland ist in Paragraf 4 die Abfallberatung festgeschrieben. Dort heißt es, dass Sie über die Möglichkeiten der Müllvermeidung informieren müssen. Ein nicht zu vernachlässigender Anteil des anfallendes Restmülls ist Windelmüll. Dieser ist vermeidbar und fällt erst seit einigen Jahrzehnten überhaupt an. Stoffwindeln vermeiden nicht nur viel schwer recyclebaren Müll, sie sind auch gesünder fürs Kind, da sie atmungsaktiv sind. Moderne Stoffwindelsysteme sind außerdem unkompliziert in der Anwendung und kinderleicht zu waschen. Ein großes Aber sind allerdings für manche Familien die Anschaffungskosten. Diese sind zwar über die gesamte Wickelzeit gesehen meist niedriger als die Kosten, die über denselben Zeitraum für Einwegwindeln anfallen würden -doch muss der Betrag eben auf einmal aufgebracht werden und nicht verteilt über zwei bis drei Jahre. Ein Zuschuss für Familien, die mithilfe von Stoffwindeln Schätzungen zufolge 400 kg Windelmüll pro Jahr und Kind einsparen, ist in unseren Augen ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen den Windelmüll und für mehr Nachhaltigkeit. Viele Kommunen und Abfallwirtschaftsbetriebe haben bereits Zuschüsse eingeführt, in Österreich ist dies sogar die Norm. Die Zukunft der Kinder liegt in unseren Händen. Wir sollten gewissenhaft mit dieser Verantwortung umgehen und auch Kommunen und Abfallwirtschaftsbetriebe können ihren Teil dazu beitragen. Darum fordern wir Sie auf, sich mit Stoffwindeln als Müllvermeidungsmöglichkeit auseinanderzusetzen und im besten Fall nicht nur darüber zu informieren, sondern auch einen finanziellen Anreiz in Form eines Zuschusses auf den Weg zu bringen. Wir stehen Ihnen für Fragen und Gespräche gern zur Verfügung, Sabrina Betzer, Windelfrei-und Artgerecht-Coach, Mascha Abeln, Soziologin und Stoffwindelberaterin.

"Rasender Reporter" im mittleren Emsland. Aber auch mal im Bereich Papenburg oder Lingen anzutreffen. Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressefotografen. Chefredakteur unserer Redaktion in Meppen.

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