13 angehende Medizinerinnen und Mediziner zu Gast im Ludmillenstift Meppen

Meppen (pm). Wie sieht moderne Medizin heute aus - und welche Möglichkeiten eröffnet die High-Tech Bildgebung für Diagnostik und Therapie? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich 13 angehende Medizinerinnen und Mediziner im Ludmillenstift Meppen. Im Rahmen der zweitägigen Herbstakademie 2026 haben die Studierenden einen umfassenden Einblick in die Arbeit verschiedener medizinischer Fachbereiche erhalten und moderne Verfahren, nicht nur theoretisch sondern auch, praktisch erlernt.
Phil Gerdes
Im Rahmen der zweitägigen Herbstakademie 2026 haben 13 angehende Medizinerinnen und Mediziner einen umfassenden Einblick in die Arbeit verschiedener medizinischer Fachbereiche erhalten. (Foto: Ludmillenstift Meppen)

Die Herbstakademie wurde auf Initiative der Weiterbildungsgesellschaft Meilenstein ins Leben gerufen und fand in diesem Jahr am 24. und 25. September im Ludmillenstift statt. Unter dem Titel „Moderne Bildgebung revolutioniert die Medizin – von Wilhelm Conrad Röntgen zu KI-unterstützter Präzisionschirurgie“ steht die Entwicklung bildgebender Verfahren und deren Bedeutung für die moderne Medizin im Mittelpunkt.

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Donnerstagmorgen von Dr. Marc Schüßler, Ärztlicher Direktor des Ludmillenstifts und Chefarzt der Frauenklinik und Dr. Sigrid Kraujuttis Geschäftsführerin der Weiterbildungsgesellschaft Meilenstein. Ebenfalls vor Ort waren Timo Deiters von Meilenstein-Emsland sowie Oliver Christoffers, Unternehmensbereichsleiter der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

„Wir freuen uns sehr, dass junge Menschen, die sich für den Arztberuf entschieden haben, bei uns die Gelegenheit bekommen, Medizin aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Gerade der unmittelbare Austausch mit unseren Ärztinnen und Ärzten und das praktische Erleben moderner Verfahren können einen wichtigen Eindruck davon vermitteln, wie vielfältig und spannend die Arbeit im Krankenhaus ist.“, sagt Dr. Marc Schüßler.

Von Ultraschall bis Neurochirurgie

Zum Auftakt ging es unter anderem um moderne Sonografie mit B-Bild, Doppler, 3D und Elastografie. Anschließend wurden aktuelle Aspekte der Röntgenbildgebung sowie die MR-Tomografie und deren Unterschiede zur Computertomografie gezeigt. Auch die interventionelle Kardiologie und die interventionelle Radiologie gaben Einblicke in moderne Verfahren, bei denen Bildgebung unmittelbar für die Therapie genutzt wird.

Dr. Christian Chen, Chefarzt der Kinderklinik und Neonatologie, demonstriert am Beispiel eines Kindes die Möglichkeiten der modernen Ultraschalldiagnostik. (Foto: Ludmillenstift Meppen) 

Am zweiten Tag folgten unter anderem therapeutische Interventionen wie Embolisation, Stent und Coiling, moderne neurochirurgische Kombinationsverfahren sowie schonende Bildgebung in der Intensivmedizin. Auch die High-End-Endoskopie war Bestandteil des Programms.

Nachwuchs für die medizinische Versorgung im Emsland gewinnen

Die Veranstaltung ist Teil der Nachwuchsförderung von Meilenstein. Die Weiterbildungsgesellschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die ärztliche Versorgung im Emsland zukunftsgerichtet zu sichern und mit verschiedenen Förderangeboten Anreize für Medizinstudierende sowie junge Ärztinnen und Ärzte zu schaffen. Dazu gehören unter anderem Stipendien für Medizinstudierende, die Förderung von Famulaturen, Blockpraktika und Hospitationen sowie eine Förderung des Praktischen Jahres in einem Lehrkrankenhaus im Landkreis Emsland.

„Die Gewinnung und Bindung medizinischer Nachwuchskräfte ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Dafür müssen wir jungen Medizinerinnen und Medizinern frühzeitig zeigen, welche Möglichkeiten die Region und ihre Krankenhäuser bieten.“, so Dr. Sigrid Kraujuttis. Die Herbstakademie schafft dafür einen Rahmen, in dem medizinische Ausbildung, persönlicher Austausch und das Kennenlernen der regionalen Versorgungslandschaft zusammenkommen.

Mit der Herbstakademie setzen Meilenstein und das Ludmillenstift damit ein gemeinsames Zeichen für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung in der Region – und für eine Ausbildung, die medizinischen Fortschritt unmittelbar erlebbar macht.

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