Bürgermeisterwahl in Meppen entschieden: Kraujuttis und Munsch gehen in die Stichwahl

Meppen. Die Entscheidung über das künftige Stadtoberhaupt von Meppen fällt erst in der Stichwahl. Bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag hat keiner der vier Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Nach Auszählung aller 45 Wahlbezirke steht fest: Dr. Sigrid Kraujuttis (CDU) und Tobias Munsch (SPD) ziehen in die Stichwahl ein.
Matthias Brüning
Dr. Sigrid Kraujuttis (CDU) und Tobias Munsch (SPD) treten in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Meppen gegeneinander an (Foto: Matthias Brüning)

Kraujuttis ging als deutlich stärkste Kandidatin aus dem ersten Wahlgang hervor. Sie erhielt 8.559 Stimmen und damit 45,01 Prozent. Zur absoluten Mehrheit fehlten ihr damit knapp fünf Prozentpunkte.

Auf dem zweiten Platz landete Tobias Munsch (SPD). Für ihn stimmten 6.249 Wählerinnen und Wähler, was einem Anteil von 32,87 Prozent entspricht. Damit qualifizierte auch er sich für die Stichwahl.

Frank Hofkamp (AfD) erreichte 2.504 Stimmen beziehungsweise 13,17 Prozent und landete auf dem dritten Platz. Dr. Detlef Skupin, der als Einzelbewerber angetreten war, kam auf 1.702 Stimmen beziehungsweise 8,95 Prozent.

Von den 28.688 Wahlberechtigten in Meppen machten 19.157 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 66,78 Prozent. Insgesamt wurden 19.014 gültige und 143 ungültige Stimmen abgegeben.

Das vorläufige Endergebnis lag am Sonntagabend gegen 22.03 Uhr vor. Zu diesem Zeitpunkt waren sämtliche 45 Schnellmeldungen eingegangen.

Entscheidung fällt zwischen Kraujuttis und Munsch

Damit ist klar: Die Meppenerinnen und Meppener müssen erneut an die Wahlurnen. In der Stichwahl stehen sich am 27. September Dr. Sigrid Kraujuttis und Tobias Munsch gegenüber. Entscheidend ist dann, wer von beiden die meisten Stimmen erhält.

Für die Stichwahl wird keine neue Wahlbenachrichtigung versandt. Die Wahlbenachrichtigung aus dem ersten Wahlgang ist auch für die Stichwahl gültig. Sollte diese nicht mehr vorliegen, ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass mitzubringen.

Die Bürgermeisterwahl markiert zugleich einen Einschnitt für die Stadt Meppen. Der amtierende Bürgermeister Helmut Knurbein tritt nicht erneut an, sodass unabhängig vom Ausgang der Stichwahl ein Wechsel an der Spitze des Rathauses bevorsteht.

Kraujuttis geht mit einem Vorsprung von 2.310 Stimmen beziehungsweise 12,14 Prozentpunkten gegenüber Munsch in die entscheidende Runde. Das Ergebnis des ersten Wahlgangs lässt allerdings noch offen, wie sich insbesondere die Wählerinnen und Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten in der Stichwahl entscheiden werden.

Das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Meppen:

  • Dr. Sigrid Kraujuttis (CDU): 45,01 % – 8.559 Stimmen
  • Tobias Munsch (SPD): 32,87 % – 6.249 Stimmen
  • Frank Hofkamp (AfD): 13,17 % – 2.504 Stimmen
  • Dr. Detlef Skupin (Einzelwahlvorschlag): 8,95 % – 1.702 Stimmen

 

Wahlbeteiligung: 66,78 Prozent

Das Ergebnis ist vorläufig. Die endgültige Feststellung erfolgt durch den zuständigen Wahlausschuss.

Alle weiteren Ergebnisse aus den Kommunen im Emsland sind HIER einsehbar.

Hinweise zur Briefwahl

Die Briefwahlunterlagen für die Stichwahl können erst ausgestellt und versendet werden, sobald die hierfür erforderlichen Stimmzettel vorliegen. Dies wird voraussichtlich ab Mittwoch, 16. September, möglich sein. Ab diesem Tag kann die Briefwahl auch vor Ort im Bürgeramt der Stadt Meppen durchgeführt werden.

Wer bereits bei der Hauptwahl am 13. September per Briefwahl gewählt und dabei angegeben hat, auch für eine mögliche Stichwahl Briefwahl beantragen zu wollen, erhält die Briefwahlunterlagen für die Stichwahl automatisch per Post.

Wer bei der Hauptwahl am 13. September im Wahllokal gewählt hat und für die Stichwahl per Briefwahl abstimmen möchte, kann die Briefwahl unter anderem online über die Homepage der Stadt Meppen unter www.meppen.de/kommunalwahlen oder per E-Mail an wahlen@meppen.de beantragen.

Aufgrund des kurzen Zeitraums bis zur Stichwahl wird empfohlen, die Briefwahl möglichst direkt im Rathaus durchzuführen, um zeitliche Verzögerungen durch den Postversand zu vermeiden.

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