Job-Bus gibt Schülern Antworten bei Firmen in Rhede, Steinbild und Meppen

Meppen/Rhede/Dörpen (pm). Bei der Job-Bus-Tour konnten jetzt wieder Jugendliche bei Zwischenstopps in Rhede, Steinbild und Meppen selbst anpacken und etwas ausprobieren. „Das hat total Spaß gemacht“, war der fast einhellige Tenor der Jugendlichen. Der Papenburger Lukas Höhneke fand besonders cool, dass er mit „Speis, Kelle, Wasserwaage und Steinen selber mauern“ durfte.
Fabian Brand
Zahlreiche Jugendliche informierten sich beim Vitus Werk und Campus-Ludmillenstift in Meppen. (Foto: Wachstumsregion Ems-Achse)

Organisiert werden die Job-Busse von der Wachstumsregion Ems-Achse e. V. in Kooperation mit den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim sowie der Agentur für Arbeit Nordhorn. Die Federführung hat Ems-Achse-Projektmanager Nico Emken. Vier Unternehmen öffneten ihre Türen und ermöglichten den Jugendlichen, Berufe unmittelbar im betrieblichen Umfeld kennenzulernen. Dabei erhielten diese Einblicke in den Arbeitsalltag und gewannen realistische Eindrücke von den Tätigkeiten und Anforderungen verschiedener Ausbildungsberufe.

Knapp 30 Schüler nutzten jetzt das Job-Bus-Angebot in den Herbstferien, um im nördlichen Emsland die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Otto & Ernst Cordes GmbH & Co. KG in Steinbild (Samtgemeinde Dörpen) und der Günter Terfehr Bautechniker GmbH & Co. KG in Rhede (Ems) sowie im mittleren Emsland bei der Vitus GmbH und dem Campus Ludmillenstift (beide Meppen) anzuschauen. Die Firmen hatten einiges auf die Beine gestellt, damit die Schüler unterschiedliche Berufsfelder in der Praxis kennenlernen.

Die Firma Terfehr in Rhede beschäftigt 200 Mitarbeiter, unter ihnen 20 Auszubildende in sieben Berufen, vom Maurer/in bis zur Immobilienkaufmann/frau. Der 21-jährige Haidar Alali ist Bauzeichner im zweiten Ausbildungsjahr in Rhede. „Es ist toll, dass man hier an echten Projekten mitarbeiten darf“, sagt er. So erstellt er im Team am Computer Baupläne für Gebäude. Für den Beruf sind räumliches Vorstellungsvermögen und Interesse an Technik von Vorteil.

Handwerkliches Geschick ist hingegen bei den Maurern gefragt. Ina Mödden und Hannes Niesmann sind beide im dritten Ausbildungsjahr. Nach einer kurzen Einweisung durften die Schüler unter ihrer fachlichen Anleitung selbst zur Kelle greifen und Verblender mauern. „Du musst mehr Speis nehmen“, gibt Ina Mödden dem 14-jährigen David Matei Miosi einen wichtigen Tipp, während Ole Glandorf und Yunos Özbek mit der Wasserwaage das Werk überprüfen.

Bei der nächsten Station waren die Jugendlichen ebenfalls mit großem Eifer bei der Sache, als es darum ging, unter dem fachmännischen Blicken von Zimmermann Hubert Tiefringer ein Blockhaus zusammenzusetzen. Für Janno Schmitz, der sich ehrenamtlich in der Papenburger Jugendfeuerwehr engagiert, sind „handwerkliche Fähigkeiten enorm wichtig“.

Nach einer Busfahrt und einem Mittagessen ging es mit dem Job-Bus weiter nach Steinbild zur Firma Cordes. Hier erfuhren die Schüler von Personalleiterin Barbara Ehls, dass sie als Praktikanten oder Ferienjobber wie bei vielen anderen Handwerksbetrieben, gern gesehen sind.

Die Gruppe besichtigte die Firma Cordes in Steinbild. (Foto: Wachstumsregion Ems-Achse)

Die Steinbilder Firma mit rund 100 Mitarbeitern bildet zurzeit 15 Jugendliche in sechs Berufen aus. Die Palette reicht vom Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bis zum technischen Systemplaner. Im Bau ist gerade ein eigenes Schulungsgebäude.

Während Jens Eiken den Schülern in der Werkstatt Warmwassersysteme in Gebäuden erläuterte, durften die Schüler bei Projektleiter Markus Fromme einmal mit einem Rohrabschneider selbst Kupferleitungen bearbeiten. 

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