Papenburg – Stein auf Stein: Wenn aus LEGO-Bausteinen Therapie wird

Papenburg (pm). Der Verein „Bricks am Meer“ unterstützt die therapeutische Arbeit des Sozialpädiatrischen Zentrums am Marien Hospital Papenburg Aschendorf.
Fabian Brand
Mit einer Spende des Vereins „Bricks am Meer“ steht dem neuen Therapieansatz nichts mehr im Wege. (Foto: Marien Hospital Papenburg Aschendorf)

Kreativität, Konzentration, Motorik und Wahrnehmung fördern – und dabei Selbstvertrauen und Freude am eigenen Tun stärken: LEGO-Steine sind seit mehreren Jahren ein vielseitiges Instrument in der Arbeit des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) am Marien Hospital. Möglich macht dies unter anderem das Engagement des Vereins „Bricks am Meer“ aus Oldenburg, der das SPZ nun erneut mit einer großzügigen LEGO-Spende unterstützt.

Bereits 2021 hatte der Verein dem SPZ rund 100 LEGO-Pakete zur Verfügung gestellt. Die damalige Spende war Ausgangspunkt für einen besonderen therapeutischen Ansatz, bei dem die Klemmbausteine gezielt in die Arbeit mit Kindern und Familien integriert wurden. Die positiven Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, wie vielseitig LEGO in der sozialpädiatrischen Arbeit eingesetzt werden kann.

„LEGO bietet Kindern einen spielerischen Zugang zu vielen Themen, die in der Therapie eine wichtige Rolle spielen. Beim Bauen können sie eigene Ideen entwickeln, Lösungen ausprobieren und unmittelbar erleben, was sie selbst gestalten können. Gleichzeitig bekommen wir als Behandelnde die Möglichkeit, Kinder auf eine ganz andere Art wahrzunehmen und mit ihnen in Kontakt zu kommen“, erklärt Dr. Sonia Chabchoub, Kinderärztin im SPZ. „Gerade bei Kindern, die häufig erleben, was ihnen schwerfällt, ist es wichtig, auch ihre Stärken in den Blick zu nehmen. Mit LEGO können wir diese Stärken sichtbar und erlebbar machen“.

Auch in der Familienberatung sind die Klemmbausteine hilfreich. Mit Figuren und Bauwerken können beispielsweise Familienkonstellationen oder Alltagssituationen dargestellt werden. So entstehen neue Möglichkeiten, über manchmal schwierige Themen ins Gespräch zu kommen.

Ein Teil der LEGO-Sets wird zudem an Familien weitergegeben, die zu Hause keine entsprechenden Bausteine haben. Damit können therapeutische Impulse auch im Alltag aufgegriffen werden.

„Wir freuen uns sehr über die erneute Unterstützung durch „Bricks am Meer“. Dass der Verein nach der ersten Spende vor fünf Jahren nun wieder an unser SPZ gedacht hat, ist eine besondere Wertschätzung unserer Arbeit“, freut sich Dr. Sonia Chabchoub mit dem Team. „Die LEGO-Sets sind für uns ein wertvolles Werkzeug, um Kinder auf kreative und niedrigschwellige Weise zu erreichen“, sagt sie abschließend

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