“Thema besser in der Gesellschaft verankern“ – Erste Inklusionskonferenz im Landkreis Emsland

Haren (pm). Inklusion ist kein Randthema, sondern betrifft wichtige Lebensbereiche wie Arbeitsleben, Mobilität, Wohnen und Freizeit. Die rege Beteiligung an der Auftaktveranstaltung in Haren zeigte, wie groß das gemeinsame Interesse ist, Inklusion selbstverständlicher zu machen. Die zentralen Themen „Wege in die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung“ sowie „Barrierefreiheit und Teilhabe“ werden in nachfolgenden Workshops weiterbearbeitet.
Phil Gerdes
Mit der ersten Inklusionskonferenz machte der Landkreis Emsland den Auftakt für eine vertiefende Auseinandersetzung mit einem Thema, das zahlreiche Lebensbereiche betrifft. (Foto: Landkreis Emsland)

Aus § 12a des Niedersächsischen Behindertengleichstellungsgesetzes ergibt sich eine gesetzliche Verpflichtung, eine Inklusionskonferenz durchzuführen und alle fünf Jahre einen Inklusionsbericht zu erstellen. Mit der Auftaktveranstaltung ist dieser Prozess im Landkreis Emsland nun in Gang gesetzt worden.

„Unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung ist es dem Landkreis Emsland ein besonderes Anliegen, die Inklusion in den Vordergrund zu stellen und besser in der Gesellschaft zu verankern“, betonte Landrat Marc-André Burgdorf in seinem Grußwort. Ziel der Konferenz sei es, gemeinsam mit Verwaltung, Politik, Fachpraxis, Ehrenamt, Betroffenen und Angehörigen die Inklusion in der Region weiter voranzubringen und die Grundlagen für den bevorstehenden Inklusionsbericht zu schaffen. „Die Konferenz und die darauffolgenden Workshops bieten die richtige Plattform für Austausch, Vernetzung und Impulse“, sagte Burgdorf.

Ursula Mersmann, Behindertenbeauftragte des Landkreises Emsland, stellte in ihrem Grußwort heraus, dass die Konferenz die Chance biete, voneinander zu lernen, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. „Wir haben uns bewusst für einen Beteiligungsprozess mit Workshops entschieden, um den Prozess lebendig zu gestalten“, so Mersmann.

Thomas Kopef vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH, Moderator der Veranstaltung, stellte den Beteiligungsprozess und die beiden zentralen Handlungsfelder „Wege in die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung“ sowie „Barrierefreiheit und Teilhabe“ vor.

Anschließend folgte eine Gesprächsrunde mit dem Kreistagsabgeordneten und Vorsitzendem des Ausschusses Arbeit, Soziales und Integration, Jonas Roosmann, dem Behindertenbeauftragten der Stadt Meppen, Ralf Lampe, dem Behindertenbeauftragten der Stadt Lingen (Ems), Klaus Egbers, dem Mitglied des Beirates für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Emsland, Ina Wysotzki, und dem Leiter der Initiative LinaS, Frank Kühn.

Nach einer Pause wurden die beiden zentralen Handlungsfelder in Arbeitsgruppen vertieft. Die Teilnehmenden trugen zu den beiden Hauptthemen zentrale Herausforderungen und Probleme zusammen, zu denen in nachfolgenden Workshops Vorschläge für Maßnahmen erarbeitet werden sollen.

„Die Beteiligung aller Akteurinnen und Akteure ist notwendig, um Barrieren abzubauen und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung nachhaltig zu stärken“, verdeutlicht Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis. In ihrem Schlusswort lud sie zur Teilnahme an den nachfolgenden Workshops ein.

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