Erster Pflegetisch in Papenburg stärkt Netzwerk für ältere und pflegebedürftige Menschen

Papenburg (pm). In Papenburg kommen Pflegeakteurinnen und -akteure an einen Tisch zusammen: Mit dem ersten Pflegetisch im Papenburger Rathaus setzen die Stadtverwaltung Papenburg und der Landkreis Emsland ein klares Zeichen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Bürgermeisterin Vanessa Gattung begrüßte zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Pflege, Medizin, Ehrenamt, Verwaltung und sozialen Einrichtungen.
Fabian Brand
Mit dem ersten Pflegetisch im Papenburger Rathaus setzen die Stadtverwaltung Papenburg und der Landkreis Emsland ein klares Zeichen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen. (Foto: Stadt Papenburg)

„Pflege geht uns alle an. Wir wollen in Papenburg und im Landkreis frühzeitig handeln und Kräfte bündeln“, betonte Bürgermeisterin Vanessa Gattung zum Auftakt.

Der demografische Wandel stellt Städte und Gemeinden vor Herausforderungen. Die Zahl älterer und hochbetagter Menschen steigt, gleichzeitig wächst der Bedarf an medizinischer Versorgung, ambulanter Unterstützung und stationären Angeboten. Viele Pflegebedürftige werden im häuslichen Umfeld versorgt, häufig durch Angehörige, die selbst an Belastungsgrenzen stoßen. Genau hier setzt der Pflegetisch an: Er bringt alle relevanten Akteurinnen und Akteure zusammen, macht vorhandene Strukturen sichtbar und entwickelt gemeinsam Lösungen für Papenburg.

Der Pflegetisch ist Teil des kreisweiten Projekts „Pflegetische im Landkreis Emsland“. Sandra Rickermann vom Landkreis Emsland stellte die Ziele und die beteiligten Akteure vor. Sie berichtete zudem über weitere Pflegetische in Salzbergen, Emsbüren sowie in den Samtgemeinden Dörpen, Freren und Spelle.

Kreisrätin Dr. Sigrid Kraujuttis zeigte in ihrer Präsentation die demografische Entwicklung im Landkreis, die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen sowie die aktuelle Bestandsaufnahme ambulanter und stationärer Angebote. Zudem informierte sie über das Vorhaben „Emsland Care“, das neue Strukturen und Vernetzung fördern soll.

Unter dem Leitgedanken „Das haben wir in Papenburg“ trugen die Teilnehmenden die vorhandenen Angebote zusammen. Die Stadt verfügt über:
• 6 ambulante Wohngemeinschaften
• 8 ambulante Pflegedienste
• 8 teilstationäre Einrichtungen
• 5 vollstationäre Einrichtungen
• Betreutes Wohnen
• Mehrgenerationenhaus HÖB Obenende
• mehr als 20 Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner
• Fachärztinnen und -ärzte
• Marien-Hospital Papenburg-Aschendorf
• Apotheken, Heilmittelerbringer, Sanitätshäuser, Podologie
• Palliativstützpunkt und ambulanter Hospizdienst
• zahlreiche ehrenamtliche Initiativen und Beratungsangebote

„Diese Vielfalt zeigt: Papenburg steht gut da. Doch wir dürfen uns nicht ausruhen. Wir müssen Strukturen weiterentwickeln und Lücken schließen“, so Bürgermeisterin Gattung.

In Arbeitsgruppen formulierten die Teilnehmenden konkrete Bedarfe. Höchste Priorität erhielt das Thema Vernetzung. Auch die Öffentlichkeitsarbeit spielte eine wichtige Rolle. Weitere Themen: Generationenübergreifende Treffpunkte, Stadtteilinitiativen, Mobilität (zum Beispiel in Form eines Anrufbusses) sowie der Ausbau ehrenamtlicher Angebote wie Medien- und Techniklotsen.

Die Ergebnisse werden nun gemeinsam von Stadt und Landkreis ausgewertet. In einem weiteren Austausch bereiten die Verantwortlichen die Themen für den nächsten Pflegetisch vor.

_____

Unser kostenloser Infoservice:

Ihr möchtet alle wichtigen News aus dem Emsland per WhatApp direkt auf Euer Smartphone bekommen? Dann klickt hier: 

Zum WhatsApp Kanal

Weitere News aus der Region