Grünes Licht für Hafensicherung: Landrat übergibt Genehmigungsbescheid in Haren (Ems)

Haren (pm). Ein wichtiger formaler Meilenstein für die Sicherheit der Schifferstadt ist erreicht: Am Montag, 9. März 2026, übergab Landrat Marc-André Burgdorf den offiziellen Genehmigungsbescheid für den Bau der neuen Hochwasserschutzanlage am Stadthafen an Bürgermeister Markus Honnigfort. „Damit ist der Weg frei für eine der bedeutendsten Deichsicherungsmaßnahmen im Stadtgebiet. Vielen Dank an den Landkreis Emsland für die gute Zusammenarbeit“ sagte Honnigfort.
Fabian Brand
Dort, wo künftig die neuen Spundwände für Sicherheit sorgen, übergab Landrat Marc-André Burgdorf den Genehmigungsbescheid für die Hafensicherung an Bürgermeister Markus Honnigfort. V.l.: Kreisbaurat Dr. Michael Kiehl, Andrea Lembeck (Stadtverwaltung), Bürgermeister Markus Honnigfort, Landrat Marc-André Burgdorf, Oliver Seehafer und Ann-Kathrin Santen (beide Rücken & Partner Ingenieurgesellschaften). (Foto: Stadt Haren (Ems))

Landrat Marc-André Burgdorf betonte bei der Übergabe des Bescheids die Bedeutung des Projekts: „Die Bilder des Weihnachtshochwassers 2023/2024 haben uns allen die Verwundbarkeit unserer Deichsysteme drastisch vor Augen geführt. Wir dürfen jetzt nicht der ‚Katastrophendemenz‘ verfallen, also dem Risiko, dass das Bewusstsein für diese Gefahren schwindet, nur weil die Sonne wieder scheint. Die geplante Deichstabilisierung ist zweifellos eine einschneidende Maßnahme, doch sie ist die einzig verantwortungsvolle Antwort, um Haren langfristig und sicher vor zukünftigen Hochwasserereignissen zu schützen.“

Beim Hochwasserereignis im Winter 2023/2024 hatten die langanhaltend hohen Pegelstände der Ems die bestehenden Deichanlagen am Stadthafen massiv beansprucht. Um die Standfestigkeit des Deichs entlang der Straße „Am Neuen Hafen“ dauerhaft und unabhängig von extremen Wetterlagen zu sichern, wird eine rund 300 Meter lange Stahlspundwand bis zu sechs Meter tief in den Untergrund eingebracht. Die Konstruktion erfolgt wasserseitig in der Deichkrone, sodass die Spundwand nach Abschluss der Arbeiten vollständig im Erdreich verschwindet. Im Zuge der Maßnahme wird zudem die Straßenbeleuchtung erneuert. Eine umfassende Sanierung der Straßendecke ist für einen späteren Zeitpunkt ebenfalls bereits fest eingeplant.

Da für das Einbringen der Stahlelemente schweres Gerät zum Einsatz kommt, muss die Straße „Am Neuen Hafen“ im Baustellenbereich während der Rammarbeiten gesperrt werden.  Zwischenzeitlich läuft die Ausschreibung der Arbeiten, sodass die Auftragsvergabe voraussichtlich noch im März erfolgen kann. Das Ziel der Verantwortlichen ist klar definiert: „Die Baumaßnahme soll bis Anfang August 2026 vollständig abgeschlossen sein“ betont Markus Honnigfort. Die Antragsunterlagen für die Genehmigung der Deichverstärkungsmaßnahmen östlich der Ems werden voraussichtlich noch in diesem Monat dem NLWKN übermittelt

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