Europa-Union zu Gast auf der WTD in Meppen

Meppen (pm). Spannende Zahlen und einen Einblick in aktuelle Projekte erhielten jetzt etwa 35 Mitglieder der Europa-Union, Kreisverband Emsland, bei einem Besuch auf der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 in Meppen. Unter dem Titel „Europa als Sicherheits- und Wirtschafts-Friedensprojekt“ informierte der Direktor Frank Dosquet die Besucher zum Beispiel über die beeindruckende Größe der Dienststelle (210 Quadratkilometer), über die Länge der Straßen auf der WTD (180 Kilometer), der Gebäude (mehr als 500) oder über die derzeitige Zahl der Beschäftigten.
Fabian Brand
v. l. Frank Dosquet, Direktor der WTD 91, Roswitha Sehrbrock(Vorsitzende KV Emsland) und Landrat Marc-André Burgdorf. (Foto: Europa-Union)

Inzwischen sind an dem Bundeswehr-Standort mehr als 900 Menschen beschäftigt, hinzu kommen 100 Auszubildende und etwa 300 Mitarbeiter externer Dienstleister wie die Feuerwehr. 32 Prozent der Beschäftigten sind inzwischen Ingenieure und Wissenschaftler, 52 Prozent haben eine Fachausbildung. Vom Gesamtbudget (rund 230 Millionen Euro) fließen 54 Millionen Euro in Löhne, von denen ein Großteil in der Region Weser-Ems verbleibt.

Intensiv wird auf der WTD Dosquet zufolge derzeit an der Drohnenabwehr getestet. Die Möglichkeiten seien sehr unterschiedlich. Der Direktor sprach von Rammen, Netze auswerfen oder den Einsatz von Lasern. Möglich sei auch, die Steuerung der Drohnen zu „übernehmen“, um sie unschädlich zu machen.  Geübt werde zudem in Meppen mit Helmen, in deren Visier virtuelle Realitäten dargestellt werden. Eingeblendet werden können dort zum Beispiel Räume oder Häuser, aus denen Soldaten der Bundeswehr gerettet werden sollen, um die eingesetzten Kräfte darauf realitätsgetreu vorzubereiten.

Dosquet machte deutlich, dass durch das Sondervermögen der Bundeswehr und dem Stopp der Schuldenbremse die Bedeutung der WTD in Meppen noch weiter zunehmen werde und ihr Bestand damit in keinster Weise gefährdet sei. Eine Herausforderung sei, Bauprojekte auf dem WTD-Gelände umzusetzen. Dafür nämlich sei das Land Niedersachsen zuständig. 

Zum Abschluss gewährte der Direktor den Gästen einen Einblick in die Leitzentrale, die nach dem großen Moorbrand 2018 eingerichtet worden ist. Dort können bis zu 15 Kräfte von Bundeswehr, Feuerwehr, landkreis oder den Kommunen gemeinsam eine Lage wie einen Großbrand bewältigen.

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