Neue Hochspannungsverbindung in Lingen: Arbeiten für das Erdkabel starten Mitte Juni  

Lingen (pm). Der Verteilnetzbetreiber Westnetz baut eine neue Hochspannungskabelverbindung zwischen der Umspannanlage Holthausen auf dem Gelände der bp Raffinerie Lingen und dem sogenannten Punkt Clusorth, einem Hochspannungsmast im Bereich des Windparks Ochsenbruch. Die Kabelverbindung ergänzt die bestehenden Freileitungen und wird künftig auch eine geplante Umspannanlage am Große-Beeken-Weg in das Stromnetz einbinden. Westnetz investiert mit der neuen Verbindung langfristig in die Versorgungssicherheit der Region und baut die Leistungsfähigkeit des Hochspannungsstromnetzes aus.
Fabian Brand
Symbolfoto

Mitte Juni starten die Tiefbauarbeiten für die 4,2 Kilometer lange Erdkabelverbindung im Bereich der Umspannanlage Holthausen auf dem Gelände der bp Raffinerie. Die Kabeltrasse quert von dort aus die Bahnstrecke und verläuft entlang der Brögberner Straße und der Lenzstraße in östliche Richtung, bevor sie parallel zum Teglinger Bach über landwirtschaftliche Flächen Richtung Norden führt. Ab der Holthauser Straße verläuft die Trasse parallel zum Biener Graben und erreicht die geplante Umspannanlage am Große-Beeken-Weg. Bis zum Punkt Clusorth, einem Hochspannungsmast im Bereich des Windparks, verläuft die Kabeltrasse über den Große-Beeken-Weg und die Clusorthstraße.  

Im ersten Arbeitsschritt werden Leerrohre in den Boden eingebracht, in die dann in einem weiteren Schritt moderne und leistungsfähige Hochspannungskabel eingezogen werden. Entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen werden die Leerrohre mit einem Verlegepflug in den Boden eingepflügt. Bei Querungen der Bundesstraße und des Teglinger Bachs werden die Rohre mit einer Spülbohrung verlegt, im Bereich der Bahnverbindung mit dem Verfahren der Rohrpressung In offener Bauweise wird entlang befestigter Straßen ein Graben ausgehoben, in den die die Leerrohre eingelegt werden. Westnetz plant, die Tiefbauarbeiten bis Frühjahr 2027 abzuschließen und die Verbindung nach Einzug der Hochspannungskabel voraussichtlich im Sommer 2027 in Betrieb zu nehmen. Die Stromversorgung in der Region ist während der Arbeiten durchgehend sichergestellt. Zur Qualitätssicherung werden während der Arbeiten im Baustellenbereich Drohnen eingesetzt.  

Entlang der Brögberner Straße werden vor Baubeginn Äste, die zu tief über der Fahrbahn hängen, von einem Fachunternehmen zurückgeschnitten. Die Maßnahme ist mit den zuständigen Behörden abgestimmt und verhindert, dass Bäume durch Baufahrzeuge beschädigt werden.  

Trotz sorgfältiger Planung kann es während der Arbeiten an der neuen Hochspannungsverbindung zu Einschränkungen für die Öffentlichkeit kommen. Westnetz und die beteiligten Partnerunternehmen sind sehr bemüht, die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten und bitten um Verständnis für Verkehrsbehinderungen und die damit verbundenen Einschränkungen. 

Fragen zum Projekt können interessierte Bürgerinnen und Bürger unter der E-Mail-Adresse leitungen@westnetz.de an Westnetz richten.  

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