„Bereut habe ich es nicht. Keinen Tag.“ – Vom Maler zum Polier bei MFB

Meppen (pm). Viele Unternehmen achten heute weniger starr auf den klassischen Lebenslauf. Alexander Haas aus Haselünne ist diesen Weg schon vor 17 Jahren gegangen: Der gelernte Maler und Lackierer wechselte zur Meppener Baufirma MFB. Heute arbeitet er dort als Polier.
Fabian Brand
Polier Alexander Haas auf einer Baustelle von MFB. Der gelernte Maler und Lackierer wechselte vor 17 Jahren zur Meppener Baufirma und entwickelte sich dort Schritt für Schritt weiter. (Foto: MFB)

Wenn Haas über diesen Wechsel spricht, muss er nicht lange nachdenken. „Bereut habe ich es nicht. Keinen Tag.“ Die Bewerbung schrieb er an einem Wochenende. Anfang der Woche kam der Rückruf. An seinen ersten Arbeitstag erinnert er sich bis heute. Gleich morgens stand eine Abnahme an, überall war Betrieb. „Da dachte ich kurz: Wo bin ich hier gelandet?“ Geblieben ist er trotzdem. Und zwar bis heute.

Was ihn damals reizte, war die Windenergie. Anfang der 2000er-Jahre war das für viele noch etwas, das man vor allem aus den Nachrichten kannte. Plötzlich arbeitete er selbst an solchen Projekten. Als Maler fand er im Team sofort Platz für sein Handwerk. Nach wenigen Monaten bekam er die Chance, Vorarbeiter zu werden. „Da habe ich gemerkt: Meine Arbeit wird gesehen.“

Haas hatte eine abgeschlossene Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung. Vieles davon ließ sich direkt nutzen. Was fehlte, kam Schritt für Schritt dazu. Den Vorarbeiter- und später den Polierlehrgang absolvierte er mit Unterstützung von MFB. Später folgten weitere Stationen: Turmbau, Freileitungsbau, Fundamentbau.

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm die erste Windkraftanlage, die er mit seinem Team von Anfang bis Ende gebaut hat. Und dann gab es diesen Moment Jahre später, auf dem Weg durch Schweden, vorbei an Windkraftanlagen, an deren Bau er selbst beteiligt gewesen war. „Da konnte ich sagen: Die da, die habe ich mit aufgebaut. Die stehen da für Jahrzehnte. Das ist ein besonderes Gefühl.“

Heute schätzt er vor allem die Abwechslung. Kein Tag gleicht dem anderen. Auf die Frage, wie sich Montagmorgen anfühlt, muss er nicht lange überlegen. „Ich fahre nicht los und denke: Oh nein, schon wieder. Ganz im Gegenteil.“ Seine Bilanz nach 17 Jahren: „Bereut habe ich es nicht. Keinen Tag.“ Sein Rat: „Man muss nicht alles können. Man muss sich nur trauen, den ersten Schritt zu machen.“

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