Meppen – Explosion in Einfamilienhaus – Feuerwehr und DRK proben Ernstfall

Meppen (pm). Ausgelassene Party am Montagabend in einem Haus im Meppener Stadtteil Feldkamp. Die tolle Stimmung wird auf Grund einer Explosion auseinandergerissen. Es brennt im ganzen Haus, Personen sind schwerverletzt und teilweise im Haus eingeschlossen.
Matthias Brüning
Dank Pyrotechnik sah die Einsatzstelle verblüffend echt aus (Foto: J. Menke/ Feuerwehr)

17 Personen haben sich in dem Haus aufgehalten, wird den ersteintreffenden Einsatzkräften berichtet. Aus dem Haus dringt schwarzer Rauch, Explosionen sind zu hören. Insgesamt eine gefährliche Situation.

Glück im Unglück, denn es handelte sich hierbei um eine Übung der Feuerwehr Meppen, so Jens Menke, Pressesprecher der Feuerwehr Meppen.

Getestet werden sollte eine Einsatzlage, welche unter Stichwort „ManV“ fällt. Diese Abkürzung bedeutet einen Massenanfall von Verletzten, welche vom Regelrettungsdienst allein nicht mehr zu betreuen sind. 

Viele Verletzte wurden erwartet

Im ersten Zug wurden die Feuerwehr Meppen und der DRK-Rettungsdienst „alarmiert“. Die ersten Einsatzkräfte erkannten schnell, dass DRK-Bereitschaften benötigt werden. Daher wurden diese aus Meppen, Haren und Herzlake hinzugeholt.

Aus dem Haus mussten die Personen befreit werden. Das Obergeschoss war über die Treppe nicht erreichbar, sodass die Verletzten über die Drehleiter oder Steckleitern evakuiert wurden. In beiden Geschossen machten sich Atemschutztrupps auf die Suche. 

Wenn die Verletzten gerettet waren, wurden sie vom Rettungsdienst kurz begutachtet, mit einer Karte versehen und anhand eines Farbsystems die zu erwartende medizinische Versorgung priorisiert. Danach wurden die Verletzten zur Sammelstelle getragen oder, wenn sie laufen konnten, begleitet.

Zusammenarbeit funktioniert

Der Ablauf der Übung konnte erkennen lassen, dass eine solche Lage routiniert abgearbeitet werden kann. Die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem DRK funktionierte „blind“. Ein großer Gewinn für diese Übung waren die Mitglieder des „Kulturverein Lampenfieber“. Sie blieben bis zum Übungsende in ihrer angestammten Rolle und brachte so manche Einsatzkraft ins Schwitzen.

Die Organisatoren der Feuerwehr Meppen bedanken sich bei allen Mitwirkenden. Vor allem bei den Nachbarn, welche im Vorfeld über die anstehende Übung informiert wurden. 

Fotos: Jens Menke/ Feuerwehr Meppen

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