Mehrere Messerangriffe innerhalb weniger Tage in Sögel

Sögel. Am Samstag, den 6. Juni und am Sonntag, den 14. Juni, ist es in Sögel zu Messerangriffen gekommen.
Matthias Brüning
(Symbolfoto: Matthias Brüning)

Bereits am 6. Juni war es laut einem Bericht der Ems Zeitung (NOZ) im Edeka Markt an der Sigiltrastraße in Sögel zu einer Messerattacke gekommen. Demnach versuchte ein 29-jähriger Mann auf einen Angestellten einzustechen. Der Mann hatte bereits Hausverbot in dem Edeka Markt. Der Angestellte konnte den Angriff glücklicherweise abwehren und wurde nur leicht verletzt. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft wegen versuchten Totschlags für den Täter an. Von der Tat, die nun bereits zwei Wochen zurückliegt, gibt es noch keinerlei offizielle Mitteilung der Polizei oder von der Staatsanwaltschaft.

Nur acht Tage später, am 14. Juni, kam es zu zwei weiteren „körperlichen Auseinandersetzungen“ in Sögel, in denen mindestens ein oder mehrere Messer im Spiel waren. 

So wurden die Einsatzkräfte am Sonntag, den 14. Juni, während des Public Viewing zu einer „körperlichen Auseinandersetzung“ mit fünf bis sechs beteiligten Personen gerufen. Nach bisherigen Erkenntnissen lag eine Person am Boden, während auf sie eingeschlagen wurde, so die Polizei. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten die Auseinandersetzung auflösen, jedoch flüchteten ein paar der Beteiligten vom Einsatzort, darunter auch der Geschädigte. Nach Sachverhaltsaufnahmen und Identitätsfeststellungen wurden gegen drei Personen Platzverweise ausgesprochen.

In einem dritten Fall kam es ebenfalls zu einer „verbalen Auseinandersetzung“ während, bzw. nach dem Public Viewing, in deren Verlauf ein Tatverdächtiger eine weitere Person bedroht haben soll, so die Polizei. Der Tatverdächtige wies eine leichte Verletzung auf, deren Ursache am 17. Juni noch ungeklärt war. Augenzeugen berichteten von einer Messerstecherei neben einem Verkaufswagen auf dem Marktplatz. Bis die Polizeibeamten eintrafen, versuchten mehrere Zeugen währenddessen zu schlichten. Der Tatverdächtige wurde anschließend ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Die bedrohte Person wurde nicht verletzt.

Die Polizei hat die Ermittlungen zu beiden Vorfällen am 14. Juni beim Public Viewing aufgenommen. Ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht, war am 17. Juni ebenfalls noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Zeugen, insbesondere Personen, die über Videoaufnahmen der Vorfälle verfügen, wurden gebeten, sich bei der Polizeistation in Werlte unter der Telefonnummer 05951/995300 zu melden. (Wir berichteten)

Zu den Beiteiligten liegen uns bislang keine Informationen vor. 

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