Meppen – Ehemalige MFB-Mitarbeiter pflegen ihre Gemeinschaft bis heute

Meppen (pm). Beim diesjährigen Rentnertreffen ehemaliger MFB-Mitarbeiter im Waldgasthof Röckers standen Kaffee und Schnittchen auf den Tischen. Wer später kam, sagte nicht nur kurz „Moin“ in den Raum. Er ging durch die Runde und gab jedem die Hand. Hermann Ostermann gefällt genau das. „Jeder begrüßt jeden Einzelnen mit Handschlag“, sagt er. Nicht aus Förmlichkeit, sondern weil man sich kennt.
Fabian Brand
Ehemalige Mitarbeiter des MFB Bauunternehmens kamen zum traditionellen Rentnertreffen im Waldgasthof Röckers zusammen. Im Mittelpunkt standen Erinnerungen, aktuelle Entwicklungen im Unternehmen und das Wiedersehen mit alten Kollegen. (Foto: Muke Kommunikation)

Zur Rentnerrunde gehören heute noch 28 ehemalige Mitarbeiter. Wer kann, kommt. Wichtig ist Ostermann, dass die Verbindung nicht abreißt. Mit 74 Jahren gehört er noch zu den Jüngeren in der Runde. Ruhestand heißt bei ihm trotzdem nicht Stillstand: Fünf Enkel halten ihn auf Trab. Seit rund 20 Jahren gibt es dieses Treffen. Ostermann organisiert es inzwischen mit Unterstützung von Alois Korte. Ein großes Programm braucht es nicht. Vor allem wird erzählt. Viele aus der Runde kennen das Unternehmen noch unter seinem früheren Namen Oehm. Seit 2025 heißt es MFB Bauunternehmen.

Dabei geht es um alte Kollegen, frühere Zeiten und die Arbeit, die viele über Jahrzehnte geprägt hat. Ostermann kam 1972 ins Unternehmen, zunächst in der Gewinn- und Verlustrechnung, später in der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Er kennt eine Zeit, in der viele Mitarbeiter über Jahrzehnte dabei waren. So entstanden Verbindungen, die nicht mit dem letzten Arbeitstag endeten. Warum diese Runde bis heute zusammenkommt, erklärt Ostermann nicht mit großen Worten. „Die Leute haben zusammengehalten“, sagt er. Viele kannten sich nicht nur aus Büro, Werkstatt oder von der Baustelle. Auch nach Feierabend wurde oft noch etwas zusammen unternommen. Wenn draußen alles ineinandergreifen musste, musste man sich aufeinander verlassen können.

Schon Firmengründer Hans Oehm formulierte 1969 einen Satz, der heute fast wie eine Erklärung für diese Runde klingt: „Wir sind kein Taubenschlag, wo man ein- und ausfliegt, sondern eine Firma, in der jeder möglichst einen Dauerarbeitsplatz haben soll.“

Einige Bauwerke sind Ostermann besonders präsent. Dazu zählt der Transrapid in Lathen. „Die Stützen davon haben wir gebaut“, sagt er. Daneben noch viele andere in der Region. Wer heute an solchen Bauwerken vorbeifährt, sieht auch die Arbeit, die dahintersteckt.

Beim MFB-Frühlingsfest waren die Rentner zur Einweihung des neuen Firmengebäudes an der Haarbrücke eingeladen. Ostermanns Eindruck: „gigantisch“. Auch die Arbeitsweise habe sich verändert: keine festen Arbeitsplätze mehr, kaum Papier, vieles digital. „Da müssten unsereins sich gewaltig dran gewöhnen“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Beim Rentnertreffen war auch Martin Jansen aus der kaufmännischen Leitung dabei und berichtete über aktuelle Projekte. Doch ebenso schnell ging es wieder um frühere Kollegen und alte Baustellen. Nach kurzer Zeit saßen die zusammen, die auch früher viel miteinander zu tun hatten.

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