Hospiz-Siegel im Landkreis Emsland – Erstmals zweite Rezertifizierung von Einrichtungen

Emsland (pm). „Das Thema hospizliche Sterbe- und Trauerbegleitung ist in der Gesellschaft angekommen“, sagte Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis bei der Übergabe der Hospiz-Siegel im Meppener Kreishaus. Die Auszeichnung würdigt unter anderem das Engagement der Einrichtungen bei der würdevollen, wertschätzenden und qualifizierten Begleitung von Patientinnen und Patienten in ihrer letzten Lebensphase.
Phil Gerdes
Die Pflegeeinrichtung Elisabeth Haus in Emsbüren wurde erstmals mit dem Hospiz-Siegel ausgezeichnet. Bereits zum zweiten Mal erhielten das Marienhaus Meppen und das Stephanus-Haus in Lingen das Siegel - sie sind damit bislang kreisweit die einzigen Einrichtungen mit mehrmaliger Rezertifizierung. (Foto: Landkreis Emsland)

Kraujuttis dankte allen Mitarbeitenden der ausgezeichneten Häuser für ihren Einsatz. „Um eine hospizliche Haltung mit entsprechendem Angebot etablieren zu können, ist jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter von der Pflegekraft bis zur Küchenhilfe gefordert“, betonte sie.

Das Elisabeth Haus in Emsbüren konnte das Siegel nach einer dreijährigen Schulung durch das Bildungszentrum Hospiz und Palliativversorgung im Landkreis Emsland entgegennehmen. Die Schulung zielt darauf ab, eine individuelle hospizlich-palliative Versorgung zu gewährleisten sowie die Sterbe- und Trauerbegleitung für Bewohnerinnen und Bewohner in vollstationären Pflegeeinrichtungen und ihre An- und Zugehörigen zu intensivieren und auszubauen.

Erneut mit dem Hospiz-Siegel ausgezeichnet wurden das Alten- und Pflegeheim Marienhaus Meppen und das Stephanus-Haus in Lingen. Beide Einrichtungen konnten bereits ihre zweite Rezertifizierung erlangen. „Das ist erstmalig erreicht worden“, betonte Kraujuttis. Beide Häuser arbeiten bereits seit sechs Jahren intensiv im Bereich der hospizlichen Begleitung. Ihre erste Rezertifizierung erhielten sie im Jahr 2022.

Eine Rezertifizierung kann nach drei Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem örtlichen Hospizverein, einer in der Einrichtung fest verankerten und gelebten Hospizkultur sowie einer Aufbauschulung erfolgen. Das Ludwig-Windthorst-Haus, der Lingener Hospiz e.V., die Hospiz-Hilfe Meppen e.V. sowie die zuständigen Hospizvereine verantworten die Schulungen zur Rezertifizierung.

Alle Teilnehmenden nahmen das Schulungsangebot als besonders hilfreich, bereichernd und wichtig wahr, um unheilbar erkrankte Patientinnen und Patienten im letzten Lebensabschnitt sowie deren Angehörige fürsorglich begleiten zu können. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Sterben, Tod und der Trauer konnten den Mitarbeitenden, vor allem den Jüngeren, Ängste im Umgang mit diesen Themen genommen und sie für ihre praktische Arbeit mit wertvollem Wissen gestärkt werden.

Weitere Informationen zum Hospizsiegel sind unter www.emsland.de/gesundheitsregion zu finden. Für Fragen steht der Landkreis Emsland, Ansprechpartnerin Daniela Fischer (Telefon: 05931/44-2263, E-Mail: gesundheitsregion@emsland.de), zur Verfügung.

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