CDA Lingen diskutiert bei „Popcorn & Politik“ über die Zukunft des Wohnens im Alter

Lingen (pm). Volles Konrad-Adenauer-Haus, intensive Diskussionen und ein Thema, das viele Menschen bewegt: Rund 40 Gäste folgten der Einladung der CDA Lingen zur Veranstaltungsreihe „Popcorn & Politik“ zum Thema „Wohnen im Alter“.
Phil Gerdes
Oberbürgermeisterkandidat Jens Hofschröer (rechts) diskutierte auf Einladung der CDA-Kreisvorsitzenden Barbara Determan (Mitte) mit Wohnexperte Heiner Pott (links) über das Thema „sorgende Gemeinschaft“ und das „Wohnen im Alter". (Foto: CDA-Kreisverband Lingen)

Vertreten waren unter anderem Immobilienexperten, Pflegebetroffene, Seniorinnen und Senioren, engagierte Bürgerinnen und Bürger, Pflegekräfte, Angehöriger von Pflegediensten sowie Vertreter der Kommunalpolitik. Die vielfältigen Wortbeiträge zeigten: Die Herausforderungen des demografischen Wandels sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Den Impuls des Abends gab der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Lingen, frühere Staatssekretär und Wohnexperte Heiner Pott. Er machte deutlich, dass Lingen vor großen Herausforderungen steht: „Ein oder zwei Einzelmaßnahmen reichen nicht mehr aus. Wir brauchen ein Gesamtkonzept für eine sorgende Gemeinschaft – und das so schnell wie möglich. Angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger und demenzerkrankter Menschen dürfen wir keine Zeit mehr verlieren.“

Pott betonte, dass es nicht nur um zusätzliche Pflegeplätze gehe. Entscheidend seien auch altersgerechter Wohnraum, Unterstützung im Alltag, gute Vernetzung von Pflege, Medizin, Ehrenamt und Nachbarschaft sowie neue Wohnformen.

Auch Oberbürgermeisterkandidat Jens Hofschröer unterstrich die Bedeutung des Themas. Die Entwicklung einer sorgenden Gemeinschaft müsse für Lingen ein zentrales Ziel werden. „Wir müssen die vorhandenen kommunalen Daten besser nutzen und an verschiedenen Stellen gleichzeitig Lösungen entwickeln, damit ältere Menschen in Lingen gut und selbstbestimmt leben können.“

Einen besonderen Einblick gaben Nadine Boyer-Dijksterhuis und Ole Jansen mit ihrem neu gegründeten Lingener Unternehmen „MitSorge“. Aus eigener Erfahrung heraus setzen sie sich dafür ein, ältere Menschen und Angehörige frühzeitig zu unterstützen. „Viele Senioren brauchen noch keine Pflege, aber Unterstützung, Koordination und jemanden, der den Überblick behält. Gerade beim Thema Gesundheit brauchen auch Angehörige die Sicherheit, dass jemand da ist und informiert“, erklärten die beiden.

Die anschließende Diskussion war geprägt von persönlichen Erfahrungen, Sorgen und vielen Ideen. Deutlich wurde: Die Frage, wie Menschen im Alter wohnen und leben können, braucht jetzt Antworten.

CDA-Kreisvorsitzende Barbara Determann bedankte sich bei den Gästen für die engagierte Beteiligung und kündigte an, die Impulse des Abends weiterzuführen: „Die CDA Lingen möchte das Thema sorgende Gemeinschaft gemeinsam mit den Beteiligten aktiv weiterentwickeln. Wir werden die Erkenntnisse in ein Positionspapier einfließen lassen und die Zusammenarbeit mit Heiner Pott fortsetzen.“ Die CDA Lingen sieht in der Entwicklung einer sorgenden Gemeinschaft eine zentrale Zukunftsaufgabe für die Stadt: Damit Menschen auch morgen selbstbestimmt, sicher und mit Lebensqualität in Lingen älter werden können.

Zum Hintergrund: Die CDA (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft) versteht sich als die sozialpolitische Stimme innerhalb der CDU. Sie setzt sich für gute Arbeitsbedingungen, soziale Gerechtigkeit, den Zusammenhalt der Generationen sowie eine starke Familien-, Pflege- und Seniorenpolitik ein. Mit der Veranstaltungsreihe „Popcorn & Politik“ möchte die CDA aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen, Menschen miteinander ins Gespräch bringen und gemeinsam konkrete Ideen für die Zukunft Lingens entwickeln.

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