Die Linke in Lingen stellt Kandidierende für die Kommunalwahl auf

Lingen (pm). Am 23. Mai hat Die Linke Emsland Süd in Lingen ihre Wahlversammlung zur Kommunalwahl 2026 durchgeführt. Dabei wurden die Kandidierenden für die Wahlen in den Kommunen des südlichen Emslands aufgestellt. Die Partei will mit einem klar sozialen Profil in den Wahlkampf ziehen und den Menschen vor Ort eine politische Alternative anbieten, die sich an ihrem Alltag orientiert.
Fabian Brand
v. l.: Sam Wessmann, Ralf Czogalla, Joleen Bohlen, Jan-Marvin Koch, Manuel Bredol, Julius Voß und Aloys Tautz. Nicht auf dem Bild: Jan Kumbrink. (Foto: Die Linke Lingen)

Im Mittelpunkt stehen Themen wie bezahlbares Wohnen, gute Gesundheitsversorgung, verlässliche Kinderbetreuung, starke Schulen sowie ein besserer öffentlicher Nahverkehr, insbesondere auch im ländlichen Raum.

Aloys Tautz vom Ortsvorstand betont die strategische Ausrichtung des Wahlkampfs: „Wir wollen Politik nicht nur verwalten, sondern gemeinsam mit den Menschen gestalten. Deshalb setzen wir konsequent auf Gespräche vor Ort, Haustürgespräche und direkte Beteiligung. Viele Menschen fühlen sich von der Politik nicht mehr ernst genommen, genau dort wollen wir ansetzen.“

Auch die aufgestellten Kandidierenden sehen großen Handlungsbedarf in der Region. Joleen Bohlen erklärt: „Viele Menschen arbeiten hart und haben trotzdem das Gefühl, dass am Ende des Monats immer weniger übrig bleibt. Gerade steigende Mieten, hohe Nebenkosten und Unsicherheit im Alltag beschäftigen viele Menschen. Kommunalpolitik muss darauf endlich konkrete Antworten geben.“

Mit Ralf Czogalla tritt in Lingen zudem ein Kandidat mit über 50 Jahren politischer Erfahrung an. Er erklärt: „In unserer Stadt war Armut nie ein großes Thema, obwohl es viele Menschen gibt, die von niedrigen Einkommen oder Sozialleistungen leben müssen. Heute sehen wir jedoch, dass Kinder und ältere Menschen immer stärker von Armut betroffen sind. Besonders der Mangel an bezahlbarem Wohnraum verschärft diese Entwicklung. Viele Menschen können sich kaum noch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben leisten.“ Auch außerhalb eines Parlaments kann man etwas verändern, weiß Czogalla: „Dass Bürgerengagement etwas bewegen kann, zeigt der LingenPass, der auf Initiative einer Bürgerbewegung entstanden ist.“ Die Linke will sowohl innerhalb als auch außerhalb der Räte politische Themen auf die Agenda setzen und damit endlich wieder soziale Themen in den Fokus rücken.

Gleichzeitig setzt Die Linke in Lingen auf viele junge und neue Gesichter, die frischen Wind in den Stadtrat bringen sollen. Damit verbindet der Ortsverband langjährige politische Erfahrung mit neuen Perspektiven und neuen Ideen für die Stadt.

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