Ein Brückenbauer für Europa: Reinhard Elpermann mit dem Harener Städtepartnerschaftspreis ausgezeichnet

Haren (pm). In einem feierlichen Festakt im Ratssaal in Haren (Ems) wurde Reinhard Elpermann am Samstag, den 7. Februar 2026, für sein außergewöhnliches, fast vier Jahrzehnte währendes Engagement im Bereich der internationalen Verständigung mit dem Harener Städtepartnerschaftspreis geehrt. Die Auszeichnung, die seit ihrer Einführung im Jahr 2020 erst zum zweiten Mal vergeben wurde, würdigt Elpermann als prägende Figur der europäischen Freundschaft und als maßgeblichen Wegbereiter der lebendigen Beziehungen Harens zu seinen Partnerstädten.
Fabian Brand
Reinhard Elpermann wurde mit dem Harener Städtepartnerschaftspreis ausgezeichnet. V.l.n.r.: Bürgermeister Markus Honnigfort, Hugues Ribault, Ehrenbürgermeister Andrésy, CDU-Landtagsabgeordnete Lara Evers, Präsidentin des Partnerschaftsforum Ingrid Auth, Maria Elpermann, Reinhard Elpermann, Geschäftsführerin des Partnerschaftsforums Karina Koop, stellvertretende Bürgermeisterin von Andrésy Virginie Saint-Marcoux, Präsidentin vom Comité de Jumelage d´Ándrésy Michéle Chateau, Direktor des Europabüros des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Dr. Klaus Nutzenberger. (Foto: J. Broens)

Reinhard Elpermanns Weg begann 1987 im städtischen Arbeitskreis. Seit der Gründung des Partnerschaftsforums Haren (Ems) e.V. im Jahr 1990 war er dessen aktiver Mitgestalter und leitete den Verein von 2006 bis 2024 als Präsident. In dieser Zeit prägte er besonders den Austausch mit Frankreich: Als engagierter Französischlehrer am Gymnasium Haren (Ems) organisierte er über 30-mal den Schüleraustausch mit Harens Partnerstadt Andrésy und legte damit bei hunderten Jugendlichen den Grundstein für ein lebendiges, interkulturelles Verständnis.

Dass die Stadt Haren heute drei aktive Partnerschaften mit Westerwolde (Niederlande), Andrésy (Frankreich) und Międzyrzecz (Polen) pflegt, ist maßgeblich Elpermanns Verdienst. Er fungierte über die Jahre hinweg als Übersetzer, Organisator, Ideengeber und Kulturvermittler. Ob bei offiziellen Partnerschaftskonferenzen, sportlichen Ereignissen wie dem Volkslauf „20 Bornes d’Andrésy“ oder bei der Einführung emsländischer Traditionen wie dem Boßeln in den Partnerstädten: Elpermann füllte die europäische Idee stets mit Leben.

Elpermanns Einsatz ging dabei weit über das offizielle Protokoll hinaus. Gemeinsam mit seiner Frau Maria öffnete er sein eigenes Zuhause für Gäste aus den Partnerstädten und schuf so private Verbindungen, die über Jahrzehnte hielten. Dr. Klaus Nutzenberger, Direktor des Europabüros des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) in Brüssel, unterstrich in seinem Beitrag die Bedeutung dieser Arbeit auf europäischer Ebene: Freundschaft und Partnerschaft müssen aktiv gepflegt werden, um demokratische Werte wie Toleranz und Solidarität dauerhaft zu stärken.

Reinhard Elpermann, der inzwischen zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde, zeigte sich sichtlich bewegt. In seiner Danksagung betonte er, dass er die Auszeichnung stellvertretend für alle Engagierten entgegennehme: „Die Sprache der Freundschaft wird von allen verstanden, egal ob man deutsch, niederländisch, französisch oder polnisch spricht.“ Er stellte klar, dass der Erfolg der Partnerschaftsarbeit eine Gemeinschaftsleistung vieler Menschen sei, die über Jahre mit Begeisterung an der Völkerverständigung mitgearbeitet haben.

Mit der Verleihung setzt die Stadt Haren ein deutliches Zeichen für ein Europa der offenen Türen und Herzen. Ein Leitbild, das Reinhard Elpermann wie kaum ein anderer verkörpert.

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