Emsländer Fabian Kamphus spendet Stammzellen für eine Frau in den USA

Rhede (pm). Hoffnung im Doppelpack: Nach Straßenwärter Bernd Hermeling (Straßenmeisterei Nordhorn) hat jetzt auch Fabian Kamphus aus dem Fachbereich 4 im regionalen Geschäftsbereich Lingen Stammzellen gespendet.
Phil Gerdes
„Man braucht keine Angst vor diesem Eingriff haben“, sagt Fabian Kamphus. (Foto: NLStBV)

Im Herbst 2024 ließ sich Fabian während seiner Zeit an der Technikerschule an der BBS II in Leer typisieren. Damals ahnte er noch nicht, welche Bedeutung dieser Schritt nur ein Jahr später bekommen würde. Denn im Herbst 2025 erhielt Fabian, der in Rhede wohnt, überraschend Post: Er kam als Stammzellenspender in Frage. Es folgte ein Termin beim Hausarzt, bei dem er Blut abgab und einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen ausfüllte. Schnell stellte sich heraus, dass es eine Übereinstimmung mit einer an Blutkrebs erkrankten Person gab.

Mitte Dezember 2025 wurde Fabian gefragt, ob er grundsätzlich bereit wäre zu spenden. Er sagte ohne Zögern: „Ja“. Zu diesem Zeitpunkt ging es der potenziellen Empfängerin – einer erwachsenen Frau aus den USA – jedoch noch so gut, dass die Spende zunächst nicht notwendig war. Noch nicht.

Das änderte sich Mitte Januar 2026. Ein erneuter Anruf machte deutlich, dass sich ihr Zustand deutlich verschlechtert hatte und rasch gehandelt werden musste. Innerhalb von zwei Wochen ging es für Fabian zur Voruntersuchung nach Köln. Bereits eine Woche später erfolgte in Dresden die Stammzellentnahme aus dem Blut (periphere Stammzellentnahme).

Vor der Spende war der Rheder zwar leicht nervös, aber ohne Angst. Alles sei ihm verständlich erklärt worden. Sein Appell: „Man braucht keine Angst vor diesem Eingriff haben.“ Und falls es noch einmal nötig sein sollte, wäre er jederzeit wieder bereit zu spenden. Den Eingriff überstand der Emsländer gut. Zwar hatte er im Anschluss grippeähnliche Symptome und fühlte sich erschöpft, doch für ihn stand fest: „Das war es auf jeden Fall wert“, so der 22-Jährige. 

Ob die Spende der erwachsenen Frau geholfen hat, wird Fabian erst nach neun Monaten erfahren, weil die USA die entsprechenden Informationen erst dann weitergeben. „Ich hätte nicht erwartet, dass es tatsächlich so leicht sein kann, möglicherweise ein Menschenleben zu retten“, sagte der gelernte Techniker.

Weitere Informationen zum Thema sind auch im Internet unter www.dkms.de zu finden.

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