„Energiemarmelade“ der Zukunft – MINT-Tag am Gymnasium Marianum Meppen

Meppen (pm). Als MINT-EC-Schule führt das Gymnasium Marianum Meppen seit einigen Jahren einen MINT-Tag zur speziellen Förderung von Interessen und Begabungen im MINT-Bereich durch. Der diesjährige MINT-Tag zeigte in unterschiedlichen Projekten die vielfältigen Facetten des MINT-Bereichs.
Phil Gerdes
Kürzlich fand am Gymnasium Marianum ein MINT-Tag statt. (Foto: Gymnasium Marianum Meppen)

Los ging es mit einem öffentlichen Experimental-Vortrag zum Thema „Energiemarmelade“. „Wir freuen uns, dass wir mit PD Dr. Andreas J. Vorholt vom Max-Planck-Institut für Chemische Energie-Konversion in Mühlheim an der Ruhr einen hochkarätigen und fachlich äußerst versierten Referenten gewinnen konnten“, zeigte sich MINT-Koordinator Ansgar Kossen zum Auftakt voller Vorfreude.

PD Dr. Andreas J. Vorholt begeisterte anschließend ein großes Publikum aus nahezu allen Altersklassen mit verständlich vermittelten naturwissenschaftlichen Fachinhalten zum (global-)gesellschaftlich sehr relevanten Thema der Energiewende. Dem Titel seines Vortrags wurde er schon zu Beginn gerecht. So hätten die Menschen, vor allem in den letzten rund 150 Jahren, sehr viel „Energiemarmelade“ aus den Tiefen der Erde geholt, um durch ihre Verbrennung Energie freizusetzen.

(Foto: Gymnasium Marianum Meppen)

Nicht zuletzt durch das Pariser Klimaabkommen seien sich heute viele Staaten darin einig, für die Zukunft der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien zu setzen. PD Dr. Andreas J. Vorholt warb in diesem Zusammenhang dafür, Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid chemisch zu Methanol umzusetzen. So stelle man einen flüssigen Brennstoff her, den man gut lagern und zum Betrieb der kritischen Infrastruktur auch dann nutzen könne, wenn es zu Ausfällen im Stromnetz käme. Methanol sei, um im Bild zu bleiben, ein Beispiel für die „Energiemarmelade“ der Gegenwart und vor allem der Zukunft.

Am darauffolgenden Vormittag vertieften die vier Chemie-Leistungskurse der Jahrgänge 12 und 13 des Marianum diese Inhalte in gemeinsamen Workshops mit PD Dr. Andreas J. Vorholt. Die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangswidmeten sich am MINT-Tag dem Themengebiet der Molekularen Zellbiologie. Hierfür konnte Dr. Christian Schröer als Referent gewonnen werden.

Ein weiteres Highlight bildeten „Stationen-Lernen“-Projekte zur Informatik und zum Thema „Sprudelgas und Luft“, welche von den zwei MINT-Profilkursen des Jahrgangs 10 geplant, vorbereitet und durchgeführt wurden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Stationen-Lernens waren alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5.

Darüber hinaus erhielt das Marianum eine sehr großzügige Spende vom Unternehmen und Kooperationspartner Röchling Industrial SE & Co. KG aus Haren – und zwar einen 4m langen und 2m breiten Pflanz- und Arbeitstisch für die Arbeit im Außenbereich, gefertigt aus einem Hochleistungskunststoff.

Der MINT-Profil-Kurs aus dem Jahrgang 9 erhielt im Rahmen einer Exkursion zunächst vor Ort in Haren Einblicke in die Fertigung von Produkten aus Hochleistungskunststoffen und nahm anschließend, gemeinsam mit Schulleiter Hermann-Josef Rave und MINT-Koordinator Ansgar Kossen, das Geschenk aus den Händen von Valeri Karastelev (gewerblich-technischer Ausbilder bei Röchling Industrial SE & Co. KG am Standort in Haren) und seinen Kolleginnen und Kollegen in Empfang. Das Marianum freut sich sehr über diese großzügige Spende und bedankt sich sehr herzlich bei der Firma Röchling.

(Foto: Gymnasium Marianum Meppen)

Eine weitere großzügige Spende zur Bereicherung des Unterrichts, u.a. in den MINT-Profilkursen und im Kunstunterricht, erhielt das Marianum von der Hochschule Osnabrück, Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik. Hierbei handelt es sich um die Dauerleihgabe eines 3D-Druckers.

In verschiedenen Workshops zu Kunststoffen führten die Referenten der Hochschule Osnabrück Henning Korte, M. Sc. und Raoul Houchangnia, B. Sc. am MINT-Tag mehrere MINT-Profilkurse und auch Lehrpersonen in die Planung und Nutzung des 3D-Drucks ein. Das Marianum freut sich sehr über diese großzügige Dauerleihgabe und bedankt sich sehr herzlich bei der Hochschule Osnabrück.

Nach Abschluss dieses gelungenen MINT-Tags werde der Blick laut MINT-Koordinator Ansgar Kossen nun schon auf die Planungen des MINT-Tags im nächsten Jahr gelegt: „Nach dem MINT-Tag ist vor dem MINT-Tag.“

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