„Erasmus+“-Projekt in Kopenhagen – Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Marianum Meppen erleben MINT-Akademie in Dänemarks Hauptstadt

Meppen (pm). Wie wird eine Großstadt klimaneutral? Welche Rolle spielen erneuerbare Energien, moderne Mobilität und clevere Technik? Mit Fragen wie diesen beschäftigten sich 27 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 des Gymnasium Marianum Meppen im Rahmen einer Projektwoche des „Erasmus+“-Projekts „Energie - Auf dem Weg zur Klimaneutralität!“. Mit dem Greve Gymnasium nahe Kopenhagen stand der Meppener Delegation ein idealer Projektpartner zur Seite. Eine Woche lang wurde gemeinsam geforscht, diskutiert und entdeckt – in deutsch-dänischen Teams, auf Englisch und mit viel Neugier.
Fabian Brand
27 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 des Gymnasium Marianum Meppen erleben MINT-Akademie in Dänemarks Hauptstadt. (Foto: Gymnasium Marianum Meppen)

Nach der Ankunft in Kopenhagen und einer ersten Erkundung der Innenstadt trafen sich die Marianer am folgenden Vormittag das erste Mal mit den dänischen Partnerinnen und Partnern. Schnell wurden aus anfänglicher Zurückhaltung lebhafte Gespräche und ebenso schnell ging es in die Praxis: In gemischt-nationalen Kleingruppen experimentierte man mit Solar- und Brennstoffzellen, die ein wasserstoffbetriebenes Modellauto antreiben. Sehr selbstverständlich wurde Englisch hier zur Arbeitssprache – mal fachlich präzise, mal kreativ improvisiert, aber immer erfolgreich.

Im weiteren Verlauf der Woche standen verschiedenste Aktivitäten auf dem Programm: Bei einer Foto-Safari unter dem Motto „MINT-Traces in Copenhagen“ erkundeten deutsch-dänische Kleingruppen Orte der dänischen Hauptstadt mit besonderem naturwissenschaftlichem Bezug. Ein Höhepunkt war der Besuch des Rundetårn. Dort begegneten die Jugendlichen den Astronomen Tycho Brahe und Ole Rømer und erfuhren, wie Rømer einst die Lichtgeschwindigkeit berechnete – ein Meilenstein der Physik, lange bevor es Taschenrechner oder WLAN gab. Großen Eindruck hinterließ der Vortrag einer dänischen Physikstudentin, die im Anschluss von zahlreichen interessierten Schülerinnen und Schülern mit Fragen umringt wurde. Spannend und informativ war der Besuch von CopenHill / Amager Bakke – einer Müllverwertungsanlage mit Skipiste und steiler Kletterwand. Zum Abschluss erkundete die Reisegruppe Kopenhagen bei einer Kanalbootfahrt vom Wasser aus und gewann so noch einmal neue Perspektiven auf moderne Stadtentwicklung. Spätestens dort war klar: Nachhaltigkeit darf auch Spaß machen!

Das Erasmus+-Projekt orientierte sich an den UN-Nachhaltigkeitszielen, insbesondere am Ziel bezahlbarer und sauberer Energie. Kopenhagen ist dafür ein starkes Beispiel: Seit 2005 hat die Stadt ihre CO₂-Emissionen um rund 80 Prozent reduziert. Für die Schülerinnen und Schüler des Marianum und die begleitenden Lehrkräfte Sandra Schnaider und Ansgar Kossen war die Woche in Dänemark dabei weit mehr als eine Reise. Es wurden neue Perspektiven auf Energie, Mobilität und Klimaschutz gewonnen sowie internationale Kontakte geknüpft. Gleichzeitig zeigte das Projekt sehr anschaulich, wie lebendig und gewinnbringend europäische Zusammenarbeit sein kann. Gespannt richten sich nun die Augen auf den Rückbesuch der Dänen am Marianum im Oktober.

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