Extremwetter stresst Einsatzkräfte

Meppen (pm). Sicherheitsbeauftragte spielen in den niedersächsischen Feuerwehren eine zentrale Rolle für den Schutz der Einsatzkräfte. Sie unterstützen Führungskräfte dabei, Unfallrisiken frühzeitig zu erkennen, sichere Arbeitsabläufe zu fördern und die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften zu gewährleisten. Mit ihrem Engagement tragen sie maßgeblich dazu bei, dass die Feuerwehrangehörigen auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen sicher und gesund aus Einsätzen zurückkehren.
Fabian Brand
Die Fachbereichsleiter Sicherheit der Kreisfeuerwehr Emsland haben zu einer Fachtagung nach Meppen eingeladen. (Foto: Kreisfeuerwehr Emsland)

Auch die emsländischen Feuerwehren haben in ihren Reihen die Kameradinnen und Kameraden, welche sich in diesem Bereich speziell haben schulen lassen und auch dort eingesetzt sind. Die beiden Fachbereichsleiter Sicherheit der Kreisfeuerwehr Emsland Tanja Hackling und Burkhard Koch haben diesen Personenkreis zum einer Fachtagung nach Meppen eingeladen. Sie blickten auch auf das Jahr 2025 zurück, hatten aber auch Fachleute eingeladen, welche zu verschiedenen Themen referierten.

Seitens des Landkreises Emsland nahmen der Dezernent Christoph Exeler und der Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff teil. Auch die Brandabschnittsleitungen waren vertreten. Aus der Grafschaft Bentheim reiste der Kreisbrandmeister Daniel Loehrke an. Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim wurde unter anderem von der Polizeidirektorin Nicola Simon und Polizeihauptkommissar Manfred Kuhl vertreten.

Von der FUK Niedersachsen referierte Claas Schröder zu der Sicherheit und dem Schutz der Einsatzkräfte bei Extremwetter (wie Starkregen), Kontamination bei Überschwemmungen oder auch Hitze. Auch ansteckende Erkrankungen wie zum Beispiel Hepatitis sind Themen, die bei Einsätzen beachtet werden müssen.

Die FUK Niedersachsen steht für die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen. Das ist der gesetzliche Unfallversicherungsträger speziell für Feuerwehrangehörige im Bundesland Niedersachsen. Gerade zu diesen genannten Bereichen sei es wichtig, so Schröder,  Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen.

Energieabschaltung gesucht

Das Thema Elektromobilität beschäftigt auch die Feuerwehren des Emslandes seit vielen Jahren. Rainer Bolmer und Thomas Gerdelmann vom Autohaus Schwarte berichteten praxisnah über die möglichen Gefahren nach einem Unfall. Sie brachten zwei Elektrofahrzeuge mit und die Sicherheitsbeauftragten haben in mehreren Gruppen über die Einsatztablets die Rettungskarten gesucht. In diesen Karten findet sich unter anderem die Möglichkeit der Energieabschaltung.

Automatischer Notruf

Auch der eCall wurde thematisiert. In Neufahrzeugen bezeichnet es ein automatisches Notrufsystem, das bei schweren Verkehrsunfällen selbstständig Hilfe ruft. Das System sendet unter anderem den genauen Standort (via GPS), die Fahrtrichtung, den Fahrzeugtyp oder auch den Zeitpunkt des Unfalls. Gleichzeitig wird eine Freisprechverbindung zur Notrufzentrale aufgebaut, falls die Insassen ansprechbar sind.

Geruchsloser Tod

Der Bezirks-Schornsteinfegermeister Andreas Walburg informierte die Teilnehmer über die oft geruchslosen Gefahren durch tödliche Gase an den Einsatzstellen und den entsprechenden „gesunden“ Umgang damit.

Langjähriger Sicherheitsbeauftragter

Im feierlichen Rahmen dieser Veranstaltung wurde Martin Holthaus von der Freiwilligen Feuerwehr Freren (Ortsfeuerwehr Andervenne) mit der Auszeichnung der FUK – Niedersachsen in Silber für seine langjährigen Verdienste als Sicherheitsbeauftragter der Feuerwehr geehrt.

Martin Holthaus wurde mit der Auszeichnung der FUK – Niedersachsen in Silber für seine langjährigen Verdienste als Sicherheitsbeauftragter der Feuerwehr geehrt. (Foto: Kreisfeuerwehr Emsland)

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