Für eine starke Unterstützung an unseren Schulen: Austausch mit dem Kreiselternrat Emsland

Meppen (pm). Auf Einladung des Kreiselternrates Emsland fand am Donnerstag, den 4. Juni, im Kreishaus des Landkreises Emsland in Meppen ein Austausch zu aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen statt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Kreiselternrates Emsland und des Landkreises Emsland diskutierte der CDU-Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Fühner, über die Zukunft der Schulsozialarbeit und die Weiterentwicklung der Ganztagsangebote im Emsland.
Fabian Brand
Der örtliche Landtagsabgeordnete Christian Fühner (3. V. l.) mit Vertre-tern des Kreiselternrats und dem Ersten Kreisrat des Landkreises Ems-land, Martin Gerenkamp (links). (Foto: Marie Niermann)

Ein zentrales Thema des Gesprächs war die derzeit laufende Petition des Kreiselternrates Emsland an den Niedersächsischen Landtag. Mit der Initiative erinnern die Elternvertreter daran, dass das Land Niedersachsen bereits 2017 die Schulsozialarbeit als Landesaufgabe definiert hat. Gleichzeitig fordern sie einen verbindlichen Zeitplan für den flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit an allen Schulformen, eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung durch das Land, sowie eine stärkere Berücksichtigung der Gymnasien, die bislang vielfach nicht oder nur unzureichend mit Schulsozialarbeit ausgestattet sind. Der Kreiselternrat Emsland begründet diese Forderungen mit den steigenden Herausforderungen an den Schulen. Psychische Belastungen, soziale Konflikte und Unterstützungsbedarfe bei Kindern und Jugendlichen hätten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Schulsozialarbeit sei deshalb längst mehr als eine ergänzende Unterstützung, sondern ein wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Schulsystems. Sie stärkt Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen Entwicklung, unterstützt Eltern, entlastet Lehrkräfte und trägt zu einem sozialen Miteinander an den Schulen bei.

Die Vorsitzende des Kreiselternrates Emsland, Lilia Rüdiger-Gerdes, machte die Beweggründe für die Petition deutlich: „Schulsozialarbeit leistet einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung sozialer Kompetenzen und für ein gutes Miteinander an unseren Schulen. Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil ihres Alltags in der Schule. Deshalb werden dort wichtige Grundlagen für ihre persönliche Entwicklung und für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft gelegt. Mit unserer Petition wollen wir nicht nur Unterschriften sammeln, sondern vor allem ein deutliches Signal senden, dass Schulsozialarbeit die Aufmerksamkeit und Priorität verdient, die ihrer Bedeutung entspricht.“

Dieser Meinung ist auch Christian Fühner: „Schulsozialarbeit ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil eines funktionierenden Schulsystems. Die Herausforderungen für Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Deshalb müssen wir darüber sprechen, wie wir Schulen, Lehrkräfte und Familien noch besser unterstützen können.“

Neben der Schulsozialarbeit wurde auch über die Weiterentwicklung des Ganztags gesprochen. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass das Emsland im Vergleich zu vielen anderen Regionen bereits über gute Voraussetzungen verfügt. Gleichzeitig sehen die Beteiligten weiterhin erhebliche Herausforderungen beim qualitativen Ausbau der Ganztagsangebote. „Viele Eltern haben mir geschildert, dass die Schulen und Schulträger vor erheblichen Aufgaben stehen, wenn es um die Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Ganztagsangebote geht. Gerade deshalb braucht es eine verlässliche Unterstützung durch das Land Niedersachsen“, so Fühner.

Kritisch bewertet wurde im Gespräch insbesondere die Finanzierung des Ganztags durch das Land. Viele Beteiligte äußerten die Sorge, dass die bisherigen Landesmittel nicht ausreichen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Zudem wurde die Auffassung vertreten, dass die Landesregierung und Kultusministerin Julia Willie Hamburg die Umsetzung des Ganztagsanspruchs bislang nicht mit der erforderlichen Konsequenz und Planungssicherheit vorangetrieben haben.

Abschließend dankte Christian Fühner dem Kreiselternrat ausdrücklich für dessen Engagement: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit des Kreiselternrates. Die Mitglieder setzen sich ehrenamtlich mit viel Zeit, Sachverstand und Herzblut für die Interessen von Kindern, Eltern und Schulen ein. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung und ist ein wichtiger Beitrag für unser Bildungssystem.“ Die Gesprächspartner vereinbarten, den regelmäßigen Austausch fortzusetzen und gemeinsam die Entwicklung bildungspolitischer Themen im Emsland weiter voranzutreiben.

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