Haren – Gelebte Inklusion beim städtischen Werkhof: Niklas H. startet sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Haren (pm). Mit der Festanstellung von Niklas H. setzt die Stadt Haren (Ems) seit kurzem beim städtischen Werkhof ein starkes Zeichen für die Teilhabe am Arbeitsleben. Durch den Wechsel von einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis beweist die Stadt erneut, dass Inklusion im öffentlichen Dienst erfolgreich umsetzbar ist und die berufliche Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen nachhaltig gefördert werden kann.
Fabian Brand
Niklas H. (Mitte) freut sich über seinen neuen Arbeitsplatz beim städtischen Werkhof. Mit ihm freuen sich Vertreter der Stadt Haren (Personalabteilung und Werkhofleitung) sowie des Vitus-Werkes und des Landkreises Emsland. (Foto: Stadt Haren (Ems))

Niklas H. unterstützt das Team des Werkhofes fortan direkt vor Ort. Sein Aufgabenbereich umfasst die Wartung und Reparatur von Maschinen Tätigkeiten, die ihm sichtlich liegen: „Vom ersten Tag an habe ich diese Aufgaben immer gern gemacht“, freut sich der neue Mitarbeiter über seine feste Anstellung und die verantwortungsvollen Aufgaben in der Werkstatt.

Besonders bemerkenswert ist, dass Niklas H. bereits die zweite Person ist, die die Stadt Haren über das sogenannte „Budget für Arbeit“ eingestellt hat. Damit übernimmt die Schifferstadt eine Vorreiterrolle, denn bundesweit liegt die Übergangsquote von Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt bei lediglich etwa einem Prozent. Ein sozialversicherungspflichtiger Job in einem öffentlichen Betrieb ist für Menschen mit Beeinträchtigungen somit nach wie vor eine Seltenheit.

Dieser erfolgreiche Übergang ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Haren (Ems) als Arbeitgeber, dem Fachdienst Teilhabe und Arbeitsassistenz des Vitus-Werkes sowie der Eingliederungshilfe des Landkreises Emsland.

Sarah Neumann, Leitung des Übergangsmanagements beim Vitus-Werk, betont: „Es freut uns sehr, dass wir mit der Stadt Haren (Ems) einen so verlässlichen Partner an unserer Seite haben. Der Weg von Niklas zeigt, dass die Werkstatt keine Einbahnstraße sein muss. Mit der richtigen Unterstützung und einem offenen Arbeitgeber können stabile Arbeitsverhältnisse entstehen.“

Bürgermeister Markus Honnigfort betont, dass die Stadt Haren (Ems) Inklusion nicht nur als Konzept versteht, sondern als gelebte Realität in den städtischen Betrieben verankert. Mit diesem positiven Beispiel möchte die Stadt auch andere Kommunen und private Unternehmen in der Region ermutigen, ähnliche Wege in der Personalplanung zu gehen.

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