Herbstkonzert des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters im Forum Alte Werft Papenburg

Papenburg (pm). 1968 als erstes deutsches Landesjugendorchester gegründet, begeistert das Niedersächsische Jugendsinfonieorchester (NJO) durch seine hohe Qualität und leidenschaftliches Musizieren.
Phil Gerdes
Am 16.10.2026 tritt das Niedersächsische Jugendsinfonieorchester im Forum Alte Werft in Papenburg auf. (Foto: NJO)

Im NJO spielen 75 musikalisch besonders begabte niedersächsische Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren als hochkarätiges Sinfonieorchester zusammen und konzertieren im ganzen Bundesland. Im Herbst 2026 spielt das NJO nach dem gefeierten Eröffnungskonzert des Niedersächsischen Orchesterwettbewerbs im Herbst 2024 erneut in Papenburg. Auf dem Programm stehen Werke von Gustav Mahler und Antonín Dvořák.

Zwischen Spätromantik und Moderne steht Gustav Mahler, dessen Musik mit Emotionalität und Dramatik Jugendliche ganz besonders anspricht. Die „Totenfeier“ entstand als Tondichtung und wurde später der 2. Sinfonie vorangestellt. Der Komponist steht hier „am Grabe eines geliebten Menschen“ und stellt existenzielle Fragen: „Was bedeutet der Tod – gibt es Fortdauer?“

Die bezaubernden „Rückert-Lieder“ zeigen eine ganz andere Seite von Gustav Mahler, sie singen von Liebe und Natur, Entrückung und Schönheit. Heiter und leicht ist auch die zweite Konzerthälfte: Antonín Dvořáks 6. Sinfonie war bei der Uraufführung in Prag ein großer Erfolg und wurde als Ausdruck eines neuen tschechischen Nationalklangs gefeiert. Schwungvoll und tänzerisch, fließend und klangvoll findet Dvořák hier zu seinem markanten Personalstil.

Zu seinem Abschied aus Niedersachsen dirigiert der langjährige Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover erneut das NJO: Stephan Zilias gastiert als Operndirigent europaweit, etwa an der Vlaamse Opera in Antwerpen und Gent (wohin er im Sommer 2026 als Chefdirigent wechselt), bei den Opernfestspielen in Savonlinna (Finnland), an der Deutschen Oper Berlin, der Oper Leipzig und dem Theater an der Wien.

Auch die Solistin Katrin Wundsam ist auf großen Bühnen und Festivals ein gern gesehener Gast: Die österreichische Mezzosopranistin singt an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, der Semperoper Dresden, der Staatsoper Hamburg, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Wiener Musikverein, den Bregenzer Festspielen, den Salzburger Osterfestspielen und den Innsbrucker Festwochen.

Programm, Künstlerinnen & Kpnstler

  • Gustav Mahler (1860-1911): Sinfonische Dichtung „Totenfeier“ (1888) / Rückert-Lieder (1901/02)
  • Antonín Dvořák (1841-1904): Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60 (1880)
  • Niedersächsisches Jugendsinfonieorchester
  • Solistin: Katrin Wundsam (Mezzosopran)
  • Dirigent: Stephan Zilias

Termin

  • Freitag, 16. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Forum Alte Werft Papenburg

Gefördert von der NDR Musikförderung Niedersachsen, der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Ostfriesischen Volksbank eG.

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