Landrat Marc-André Burgdorf verabschiedet Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis

Meppen (pm). 2012 hatte Dr. Sigrid Kraujuttis ihre Aufgabe als Sozialdezernentin beim Landkreis Emsland aufgenommen. Landrat Marc-André Burgdorf verabschiedete sie nun offiziell in der öffentlichen Kreistagssitzung am vergangenen Montag (5. Oktober), denn mit der Wahl zur Bürgermeisterin der Stadt Meppen übernimmt Kraujuttis ab November ihr neues Amt und verlässt die Kreisverwaltung.
Fabian Brand
Landrat Marc-André Burgdorf (r.) verabschiedet gemeinsam mit dem Kreistagsvorsitzenden Dr. Burkhard Remmers die Sozialdezernentin des Landkreises Emsland, Dr. Sigrid Kraujuttis. Ihre Tätigkeit bei der Kreisverwaltung endet mit Ablauf Oktober. (Foto: Landkreis Emsland)

Verantwortlich war sie hier für die Bereiche „Recht“, „Soziales“, „Gesundheit“ und „Besondere Leistungen“. Durch zwischenzeitliche Umstrukturierungen im Haus hatte sie über mehrere Jahre ebenfalls in den Fachbereichen „Jugend“, „Sicherheit und Ordnung“ mit Zuständigkeit im Katastrophenschutz und für die Feuerwehren sowie „Straßenverkehr“ die Leitung inne. Kraujuttis kam vom Landkreistag Sachsen-Anhalt zum Landkreis Emsland, dessen Prosperität den Anreiz für den Wechsel gab. „Das ist die Besonderheit beim Landkreis Emsland, dass es möglich ist, etwas zu gestalten. Es macht Spaß hier zu arbeiten und das war auch der Grund für mein Kommen“, sagte sie in der Sitzung.

Burgdorf lobte die hohe Fachlichkeit von Kraujuttis. „Du hast Dich enorm schnell eingearbeitet und für die Themen gebrannt“, sagte er. Das Haus verliere eine hochgradig geschätzte Kollegin, fügte er hinzu.

Kraujuttis bilanzierte: „Es waren 14 ganz wunderbare Jahre, eine lehrreiche Zeit, in der gemeinsam sehr viel auf den Weg gebracht wurde. Ich empfinde Demut und Dankbarkeit, dass ich mitwirken konnte, den Landkreis Emsland weiter voran zu bringen“.

Sie verwies auch auf die bevorstehenden Herausforderungen wie Künstliche Intelligenz, den fortlaufenden Aufgabenzuwachs u. a. resultierend aus sich ändernden Gesetzeslagen und den hohen Anteil von 70 Prozent, den der Bereich Arbeit und Soziales am Haushalt des Landkreises Emsland einnimmt. Mit manchen dieser Themen müsse sie sich auch als Bürgermeisterin auseinandersetzen. Sie zähle aber darauf, dass auch künftig gemeinsam in Netzwerken an Lösungen gearbeitet werde und wisse den Landkreis Emsland dabei als Partner an der Seite der Kommunen, sagte sie.

Die promovierte Juristin wurde in Nienburg (Weser) geboren. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück und war nach ihrem Referendariat am Oberlandesgericht Oldenburg ab 1999 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunalrecht der Universität Osnabrück tätig, wo sie 2004 promovierte. Nach einer anschließenden parallelen Tätigkeit als Fakultätsassistentin an der juristischen Fakultät der Universität Osnabrück arbeitete sie ab 2005 als Referentin beim Deutschen Landkreistag in Berlin und wechselte 2006 zum Landkreistag Sachsen-Anhalt, bevor sie 2012 zur Sozialdezernentin im Emsland gewählt wurde. Im Juli 2020 hatte sie der Kreistag für weitere acht Jahre im Amt bestätigt.

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