Lingen – Abriss der Burgstraße 36 markiert den Start für das Wohn- und Geschäftshaus „Siebenspitz“

Lingen (pm). Mit dem Abriss des Gebäudes an der Burgstraße 36 beginnt in den kommenden Wochen die Umsetzung eines Projekts, das über viele Jahre entwickelt wurde. Nach einer mehr als zehnjährigen Planungs- und Entwicklungsphase entsteht an der Burgstraße 34/36 das neue Wohn- und Geschäftshaus „Siebenspitz“.
Fabian Brand
**Bildunterschrift:** So soll das neue Wohn- und Geschäftshaus „Siebenspitz“ an der Burgstraße 34/36 in Lingen künftig aussehen. Die Architektur mit den markanten Giebeln orientiert sich an der historischen Bebauung der Innenstadt und verbindet moderne Nutzung mit traditioneller Baukultur. (Foto: KLAAS Management)

Das Projekt greift die Geschichte des Ortes bewusst auf. Das Gebäude an der Burgstraße 36 war ursprünglich Teil einer geschlossenen Häuserzeile und entwickelte sich erst durch den Ausbau der Wilhelmstraße sowie die spätere Verkehrsgestaltung mit dem Kreisverkehr zu der heutigen markanten Ecksituation. Durch den Erwerb und die Arrondierung angrenzender Grundstücke konnten schließlich die Voraussetzungen für eine umfassende Neuentwicklung geschaffen werden.

„Unser Ziel war es von Anfang an, ein Gebäude zu entwerfen, das sich harmonisch in die historische Umgebung einfügt und gleichzeitig den Anforderungen an modernes Wohnen gerecht wird“, erläutert Projektentwickler Hermann Klaas. Der Name „Siebenspitz“ leitet sich von den sieben markanten Giebeln des Neubaus ab. Die Architektur orientiert sich bewusst an der historischen Bebauung der Lingener Innenstadt. Vorgesehen ist ein Klinkerbau mit mehreren Spitzdächern, der traditionelle Gestaltungselemente zeitgemäß interpretiert. Auf Flachdächer und Staffelgeschosse wurde bewusst verzichtet, um den Charakter des historischen Umfelds zu bewahren.

22 Wohneinheiten sowie Parkmöglichkeiten und Ladeinfrastruktur im Innenhof

Im Erdgeschoss entstehen moderne Gewerbeflächen. In den Obergeschossen sind insgesamt 22 Mietwohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 45 und 110 Quadratmetern vorgesehen. Die Wohnungen bleiben dauerhaft im Bestand und werden ausschließlich vermietet. Auf dem rund 1.400 Quadratmeter großen Grundstück entstehen darüber hinaus 22 Stellplätze im Innenhof sowie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Fahrräder.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf Nachhaltigkeit und dem bewussten Umgang mit vorhandener Bausubstanz. So werden historische Fenster und Türen des Bestandsgebäudes sorgfältig ausgebaut und in den Neubau integriert. „Sämtliche Fenster wurden bereits im Vorfeld exakt vermessen und von Beginn an in die Planung einbezogen. Der Mehraufwand ist erheblich – dennoch fiel die Entscheidung bewusst zugunsten des Erhalts dieser historischen Bauteile, um die Geschichte des Ortes auch im Neubau sichtbar zu machen“, erklärt Klaas.

Auch energetisch erfüllt das Projekt hohe Anforderungen. Das Gebäude wird nach dem KfW-40-Standard errichtet und zusätzlich nach den Kriterien des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) umgesetzt.

„Mit dem Siebenspitz schaffen wir modernen Wohnraum, ohne die Geschichte dieses Standortes aus dem Blick zu verlieren. Der Neubau verbindet traditionelle Lingener Baukultur mit nachhaltiger Architektur und leistet einen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Innenstadt.“

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