Lingen beteiligt sich an Entsiegelungswettbewerb „Abpflastern“ – Stadt ruft zum Mitmachen auf

Lingen (pm). Pflastersteine entfernen, Grünflächen schaffen und damit aktiv zum Klimaschutz beitragen: Mit diesem Ziel beteiligt sich die Stadt Lingen an der bundesweiten Kampagne „Abpflastern“. Die Initiative unterstützt Kommunen dabei, versiegelte Flächen zurückzubauen und Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.
Phil Gerdes
Die Stadt Lingen beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne „Abpflastern“ und ruft zum Mitmachen aus. (Foto: Stadt Lingen)

Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein einfacher Gedanke: Wo heute Pflaster, Beton oder Asphalt den Boden versiegeln, können durch Entsiegelung neue Grünflächen entstehen. Bundesweit treten Kommunen dabei in einem freundschaftlichen Wettbewerb und sammeln die Quadratmeter entsiegelter Flächen. Weitere Informationen gibt es unter www.abpflastern.de.

Die Stadt Lingen ruft Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Vereine und Organisationen dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen und versiegelte Flächen auf ihren eigenen Grundstücken zurückzubauen. Gemeinsam soll die Stadt klimaresilienter, insektenfreundlicher und lebenswerter gestaltet werden. Wer Entsiegelungspotenziale auf städtischen Grundstücken entdeckt, kann diese per Mail an entsiegelung@lingen.de mitteilen.

Wie erfolgreich Entsiegelung in der Praxis funktionieren kann, zeigt ein aktuelles Projekt des Vereins für Arten- und Naturschutz Lingen e.V. (VAUNA). Auf einem städtischen Grundstück an der Ecke Sturmstraße/Elisabethstraße wurde kürzlich ein Teil der versiegelten Fläche entfernt und durch eine naturnahe Bepflanzung mit heimischen Stauden, Sträuchern sowie einer Hainbuche ersetzt.

Gerade in Städten nehmen die Belastungen durch Hitzeperioden und Starkregenereignisse zu. Entsiegelte Flächen ermöglichen es Regenwasser, direkt im Boden zu versickern, anstatt oberflächlich abzufließen. Dadurch werden Kanalisation und Gewässer entlastet und das Risiko lokaler Überschwemmungen reduziert.

Gleichzeitig sorgen Pflanzen und Bäume für eine natürliche Kühlung der Umgebung und verbessern das Mikroklima. Die neue Begrünung schafft zudem wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel und stärkt die biologische Vielfalt in der Innenstadt.

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