Lingen – Tag des offenen Denkmals am 13. September

Lingen (pm). Wer Architekturgeschichte erleben möchte, hat am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ am 13. September die Gelegenheit dazu. In Lingen können alle Interessierten an 60-minütigen Führungen durch den sanierten Lingener Bahnhof und den Pulverturm teilnehmen und den ehemaligen Güterschuppen in der Bernd-Rosemeyer-Straße 10 (heute Tanz-Galerie-Lorenz) besichtigen.
Fabian Brand
Der 1856 errichtete und 2026 umfassend sanierte Lingener Bahnhof kann am 13. September beim „Tag des offenen Denkmals“ im Rahmen von Führungen besichtigt werden. (Foto: Stadt Lingen)

Die Führungen durch den Bahnhof finden um 9.30, 11 und 12.30 Uhr statt. Eine Anmeldung bis Mittwoch, den 9. September per E-Mail an denkmal@lingen.de ist erforderlich. Der Lingener Pulverturm ist von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Förderverein bietet Führungen um 12:30, 13:30, 14:30, 15:30, 16:30 und 17:30 Uhr an. Zudem können sich die Besucherinnen und Besucher in einer Bilderausstellung informieren und Kinder können an einem Rätsel teilnehmen.  

Der Güterschuppen ist von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Vor Ort können sich die Gäste über das Baudenkmal und dessen Sanierung informieren und ab 14 Uhr das Können der Tänzerinnen und Tänzer der Tanz-Galerie bewundern. Außerdem werden Kaffee und Kuchen werden angeboten. In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Tausende Denkmäler in ganz Deutschland öffnen an diesem Tag ihre Türen und laden interessierte Besucherinnen und Besucher dazu ein, Geschichte und Baukultur hautnah zu erleben.

Bahnhofsgebäude

Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude des Lingener Bahnhofs in der Bernd-Rosemeyer-Straße 18 wurde im Jahr 1856 errichtet und nach umfangreicher Sanierung im Juni 2026 neu eröffnet. der Umgestaltung war es, das Baudenkmal äußerlich in den Zustand um 1856 zurückzuversetzen. Dabei sollten insbesondere der historische Charme und die Symmetrie des Gebäudes wieder sichtbar werden. Die zugemauerten Fensterbögen wurden neu hergestellt und zu bodentiefen Fenstern erweitert. Teile der Decke wurden entfernt, sodass eine hohe Bahnhofshalle entstand.

Lingener Pulverturm

Der Pulverturm wurde Anfang des 15. Jahrhundert als Teil der Festung Lingen gebaut. Er diente mehrere Jahre als Lagerstätte für Schießpulver zur Verteidigung der Burg. Im Rahmen eines Brandes auf der Burg explodierte der Turm im Jahr 1607. Die Überreste der Fundamente lagen bis 1960 in der Mitte der Stadt. 1960/61 wurde der Pulverturm durch die „Kivelingssektion Die Welfen“ wieder aufgebaut und der Stadt Lingen zum Geschenk gemacht. Seit Anfang der 2000er-Jahre ist der Pulverturm in die Liste der Baudenkmale Niedersachsen aufgenommen. Der Förderverein Pulverturm zu Lingen e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, das Baudenkmal zu erhalten und bekannt zu machen. Der Verein freut sich über Interessenten Förderer und neue Mitglieder. Diese können sich gerne unter info@foerderverein-pulverturm.de melden.

Ehemaliger Güterschuppen

Der Lingener Güterschuppen (ehem. „Güterabfertigung Lingen/Ems“) befindet sich in der Bernd-Rosemeyer-Straße 10. Der ehemalige Güterschuppen ist ein langgestreckter Baukomplex, an dem ein Kopfbau mit Verwaltung als zweigeschossiger Backsteinbau unter einem Satteldach angebaut ist. Die Güterhalle ist zum Teil in Fachwerk mit Backsteinausfachungen errichtet. Das Dach ist auf beiden Traufseiten weit überstehend. Der älteste Teil wurde um 1870 erbaut. Nach einer denkmalschonenden Sanierung dient der Güterschuppen heute als „Tanzgalerie – Tanz, Sport- und Kulturzentrum“. Svetlana Lorenz von der Tanzgalerie steht für weitere Fragen per E-Mail (info@tanzgalerie.com) oder telefonisch (0591 66468) zur Verfügung.

Alle Informationen zum Tag des offenen Denkmals finden Interessierte auch unter www.tag-des-offenen-denkmals.de

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