Meilenstein für die Energiewende: Haren (Ems) sichert sich Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz

Haren (pm). Der Landkreis Emsland festigt seine Position als Deutschlands „Hydrogen Valley“. Ein entscheidender Schritt für die künftige Energieversorgung der Region ist nun besiegelt: Die Anbindung an die zentrale Wasserstofftransportleitung „Nordsee-Ruhr-Link III“ steht fest. Damit wird die Region direkt an die künftige bundesweite Wasserstoff-Infrastruktur angeschlossen.
Fabian Brand
Gemeinsam für die Wasserstoff-Region Emsland: Landrat Marc-André Burgdorf und die Bürgermeister der beteiligten Kommunen nach der feierlichen Vertragsunterzeichnung zur Anbindung an das Wasserstoff-Kernnetz. (Foto: Landkreis Emsland)

Haren (Ems) als treibende Kraft und Mitinitiator

Als einer der zentralen Mitinitiatoren hat die Schifferstadt den Prozess zur Sicherung der regionalen Wasserstoff-Infrastruktur von Beginn an maßgeblich vorangetrieben. Gemeinsam mit weiteren Kommunen und dem Landkreis wurde frühzeitig eine enge Vernetzung zwischen Verwaltung und lokaler Wirtschaft initiiert, um die Potenziale für grünen Wasserstoff direkt vor Ort zu ermitteln und nutzbar zu machen.

Strategische Anbindung für die lokale Wirtschaft

Insgesamt werden 13 Anbindungspunkte (sogenannte T-Stücke) entlang der 122 Kilometer langen Trasse, die von Bunde bis ins nordrhein-westfälische Wettringen verläuft errichtet. Zwei dieser strategisch wichtigen Anbindungspunkte werden im Stadtgebiet von Haren (Ems) entstehen: Jeweils ein Anschluss ist entlang der Leitungen in Erika und Wesuwe-Siedlung vorgesehen.

Durch diese Maßnahme werden die notwendigen infrastrukturellen Grundlagen geschaffen, damit die ansässigen Betriebe eine direkte Anbindung an das künftige Wasserstofftransportnetz realisieren können. Dies sichere langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Industrie und Dienstleister bei der Dekarbonisierung ihrer Prozesse und schafft Verlässlichkeit für künftige Investitionen am Standort Haren.

Zeitplan: Baustart Ende 2026

Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne unterstrich dabei die Rolle des Emslandes, das sich durch massive Investitionen in Pipelines und Innovationen zu einem zentralen deutschen Wasserstoff-Knotenpunkt und einer Schlüsselregion für erneuerbare Energien entwickle.

Die Bauphase für den „Nordsee-Ruhr-Link III“ soll nach aktuellem Planungsstand im dritten Quartal 2026 beginnen. Die Hauptbauphase ist für das Jahr 2027 vorgesehen, in dem auch die Inbetriebnahme der Leitung erfolgen soll. Mit diesem Zeitplan ist Haren (Ems) frühzeitig bereit für die energetische Transformation und bietet Unternehmen eine zukunftsfähige Energie-Infrastruktur.

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