Meppen – Gewerbetreibende fürchten Umsatzeinbußen durch geplante Umgestaltung der Kuhstraße

Meppen. Die geplante Umgestaltung der Meppener Innenstadt sorgt für Diskussionen. Während die Stadt mit ihrem Gesamtkonzept die Aufenthaltsqualität verbessern und den Radverkehr stärken möchte, äußern mehrere Gewerbetreibende in der Kuhstraße und am Nagelshof Bedenken. Sie befürchten, dass der Wegfall von Parkplätzen negative Auswirkungen auf ihre Geschäfte haben könnte.
Matthias Brüning
Aktuell darf man noch in der Kuhstraße an der linken Seite in den Parkflächen sein Auto abstellen. Dies soll sich nach der Umgestaltung ändern (Foto: Matthias Brüning)

Im Zuge der Neugestaltung der Kuhstraße sollen nach Angaben der Stadt ab der Kreuzung Im Sack/Domhof drei Parkplätze entfallen. Gerade diese Stellplätze seien für viele Kunden wichtig, sagen betroffene Geschäftsinhaber. Insbesondere Betriebe mit Laufkundschaft befürchten, dass spontane Einkäufe künftig ausbleiben könnten, wenn die Parkmöglichkeiten reduziert werden.

Die Stadt Meppen weist diese Sorgen nicht zurück, betont jedoch, dass die geplanten Maßnahmen aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich seien.

„Für die Kuhstraße ist im Rahmen des Gesamtkonzeptes für die Innenstadt ab der Kreuzung Im Sack/Domhof eine Anpassung der Parksituation vorgesehen, bei der auch die Entfernung von drei Parkflächen erforderlich ist. Hintergrund ist, dass die derzeitige Situation die Verkehrssicherheit für Fußgänger sowie Radfahrer einschränkt“, erklärt Bürgermeister Helmut Knurbein.

Aktuell darf noch beidseitig der Fahrbahn geparkt werden (Foto: Matthias Brüning)

Nach Angaben der Stadt befinden sich Parkflächen derzeit teilweise auf dem Gehweg und verengen diesen. Das stelle insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen eine Herausforderung dar. Zudem würden Fahrzeuge teilweise halb auf der Fahrbahn parken. Dadurch könnten beispielsweise plötzlich geöffnete Autotüren zu gefährlichen Situationen für Radfahrer führen.

„Das Gesamtkonzept zielt darauf ab, diese Gefahrenstellen zu beseitigen und den Rad- sowie Fußverkehr nachhaltig zu stärken. Um diese notwendige Verkehrssicherheit zu gewährleisten, ist die Entfernung einiger Parkplätze unumgänglich. Die Belange aller dort ansässigen Gewerbetreibenden wurden bei der Planung bestmöglich berücksichtigt“, so Knurbein weiter.

Während die Stadt auf eine sichere und zukunftsfähige Gestaltung der Innenstadt setzt, hoffen die betroffenen Gewerbetreibenden darauf, dass ihre wirtschaftlichen Interessen weiterhin ausreichend berücksichtigt werden. Ob sich die befürchteten Umsatzeinbußen tatsächlich einstellen oder die Umgestaltung langfristig sogar zu einer attraktiveren Innenstadt mit mehr Besuchern führt, dürfte sich erst nach der Umsetzung der Maßnahmen zeigen.

Fest steht: Die geplanten Veränderungen in der Kuhstraße zeigen, wie schwierig der Spagat zwischen Verkehrssicherheit, moderner Stadtentwicklung und den Interessen des örtlichen Einzelhandels sein kann.

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