Meppen – Paula Schoe gewinnt Sonderpreis beim Bundesfinale „Jugend forscht“

Meppen (pm). Ende Mai fand in Herzogenaurach das große Bundesfinale des diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerbs statt. Vor den Augen namhafter Wirtschafts- und Politikprominenz präsentierten 159 junge MINT-Talente aus ganz Deutschland insgesamt 116 herausragende Forschungsprojekte. Unter ihnen: Die 18-jährige Paula Schoe aus Dörpen, Schülerin am Gymnasium Marianum Meppen. Neben unvergesslichen Erfahrungen konnte sich Paula über die Auszeichnung mit einem Sonderpreis freuen – die Teilnahme an der renommierten Luxembourg International Science Expo.
Fabian Brand
Paula Schoe während der Preisübergabe. (Foto: Gymnasium Marianum Meppen)

Als eines unter Deutschlands besten Talenten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wurde die Marianum-Schülerin vor mehr als 1000 Gästen und in Anwesenheit von Bundesbildungsministerin Karin Prien und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ausgezeichnet für ihre „Multispektroskopische Analyse eines neuartigen Betanin-Chlorophyll/TiO₂-Antennenkomplexes“: Bei der Fotosynthese absorbieren Antennenpigmente die Lichtenergie und leiten sie weiter. Ihr Wirkungsgrad ist allerdings niedrig. Paula Schoe entwickelte ein künstliches Antennenpigment, das Licht effektiver nutzt als die Natur, und stieß mit diesem Forschungsansatz in hochwissenschaftliche Sphären vor.

Begleitet wurde die Zwölftklässlerin sowohl in ihrer Forschungsarbeit als auch während des Bundesfinals von den beiden Lehrkräften Nicole Schröder und Nils Kreienhop. „Wir haben uns sehr gefreut, Paula zum Bundeswettbewerb zu begleiten. Wenngleich bereits das Erreichen der Endrunde von einer wissenschaftlich fundierten Projektarbeit zeugt, freuen wir uns umso mehr, dass Paula auch im persönlichen Jury-Gespräch fachlich überzeugten konnte und die mühevoll investierte Arbeit mit einem Sonderpreis honoriert wurde“, zeigte sich Kreienhop im Nachgang vollauf zufrieden. Für Paula Schoe selbst bedeutet der Erfolg in Herzogenaurach den vorläufigen Höhepunkt ihrer Forschungstätigkeit, die sie als Schülerin am Gymnasium Dörpen begann und nach dem Wechsel ans Meppener Marianum zur Klasse 11 weiter intensiviert hat: „Der Bundeswettbewerb war eine unglaublich tolle und spannende Erfahrung. Besonders inspirierend war der Austausch mit den anderen Jungforschern, wodurch unvergessliche Erinnerungen entstanden sind. Ich bin meinen beiden Betreuern, meinen Freunden, meinen Eltern und all denen, die mich bei meinem Projekt tatkräftig unterstützt und an mich geglaubt haben, unendlich dankbar. Ohne sie wäre dieser Weg deutlich schwieriger gewesen!“

Nils Kreienhop, Paula Schoe und Nicole Schröder beim Bundesfinale in Herzogenaurach. (Foto: Gymnasium Marianum Meppen) 

An der aktuellen Runde von „Jugend forscht“, Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, beteiligten sich unter dem Motto „Maximale Perspektive“ bundesweit 11327 Kinder und Jugendliche mit 6302 Projekten.

_____

Unser kostenloser Infoservice:

Ihr möchtet alle wichtigen News aus dem Emsland per WhatApp direkt auf Euer Smartphone bekommen? Dann klickt hier: 

Zum WhatsApp Kanal

Weitere News aus der Region