Meppen – pro Vitus zieht Bilanz bei der diesjährigen Mitgliederversammlung

Meppen (pm). Der Angehörigen- und Förderverein pro Vitus e.V. unterstützt seit vielen Jahren Projekte für Menschen mit Behinderung. Etwa 24.000 Euro flossen im Berichtszeitraum 2025/26 in solche Vorhaben. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung am 25. September im Vitalus Gesundheitszentrum in Meppen wurde jedoch deutlich: Neben der Förderung wird eine zweite Aufgabe des Vereins immer wichtiger, nämlich für die Belange von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen einzutreten.
Fabian Brand
Vorstand und diesjährige Jubilare von pro Vitus bei der Mitgliederversammlung im Vitalus Gesundheitszentrum Meppen. (Foto: Vitus).

Vor der Versammlung führte Anke Völker, Leiterin der Praxis für Sprachtherapie bei Vitalus, durch das Haus. Die Gäste erhielten Einblicke in die Angebote der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Besondere Highlights waren die Kältekammer und die Trainingsfläche für die Medizinische Trainingstherapie (MTT).

Anschließend stellten die Leitungen der jeweiligen Bereiche den knapp 50 Anwesenden die geförderten Projekte vor. Darunter waren u.a. ein Theaterprojekt der Werkstatt für behinderte Menschen, Gartenbänke für die Kita Hand in Hand und die Teilnahme der Musikschlawiner an einem inklusiven Musikfestival. Wirtschaftlich schloss der Verein den Berichtszeitraum mit einem Plus ab. Das ist stabilen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden zu verdanken, vor allem aber dem gut etablierten pro Vitus Basar in Meppen. „Der Basar ist für uns nicht nur finanziell wichtig. Er macht pro Vitus auch im Sozialraum sichtbar“, betonte die Vorsitzende Gabriele Kroker.

Wie dringend der Verein auch als Interessenvertretung gebraucht wird, zeigte der Bericht von Vitus-Geschäftsführer Michael Korden. Er schilderte die zahlreichen geplanten Kürzungen im sozialen Bereich. „Rechte und Leistungen, die über Jahrzehnte hart erkämpft wurden, stehen jetzt auf dem Spiel“, so Korden. Gerade Angehörige kennen die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung aus erster Hand. Ihre Stimme hat deshalb besonderes Gewicht, wenn es darum geht, diese Errungenschaften zu verteidigen. „Wir müssen lauter werden und aktiv für unsere Interessen eintreten“, unterstrich Gabriele Kroker.

Erste Schritte dazu sind bereits getan. Christelle Wilken wurde in den neu gegründeten Angehörigenbeirat des Bundesverbands Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) gewählt. Dort bringt sie die Perspektive von Familien auf Bundesebene ein. Wilken vertritt zugleich die Meppener Selbsthilfegruppe „Spezialeltern“, die künftig als neuer Arbeitskreis innerhalb von pro Vitus aktiv ist. So gewinnt der Verein weitere engagierte Stimmen dazu.

Im Vorstand gab es keine Veränderungen: Die drei zur Wahl stehenden Mitglieder wurden einstimmig im Amt bestätigt. Zum Abschluss ehrte der Verein neun Mitglieder für 25 Jahre und ein Mitglied für 50 Jahre Treue.

_____

Unser kostenloser Infoservice:

Ihr möchtet alle wichtigen News aus dem Emsland per WhatApp direkt auf Euer Smartphone bekommen? Dann klickt hier: 

Zum WhatsApp Kanal

Weitere News aus der Region