Meppen – Spatenstich für neues Feuerwehrhaus am Schützenhof

Meppen (pm). Mit dem offiziellen Spatenstich ist der Startschuss für den Neubau des Feuerwehrhauses am Schützenhof gefallen. Auf einer knapp 15.000 Quadratmeter großen Fläche entsteht ein zukunftsfähiges Gebäude, das den heutigen Anforderungen an einen Feuerwehrstandort gerecht wird. Die Stadt Meppen investiert rund 22 Millionen Euro in das Projekt.
Fabian Brand
Mit dem offiziellen Spatenstich haben Bürgermeister Helmut Knurbein sowie Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und der Feuerwehr den Startschuss für den Neubau des Feuerwehrhauses am Schützenhof gegeben. (Foto: Stadt Meppen)

„Mit dem Neubau schaffen wir für unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte optimale Arbeits-, Ausbildungs- und Einsatzbedingungen. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unsere Feuerwehr auch künftig schnell und leistungsfähig für die Menschen in unserer Stadt da sein kann“, betont Bürgermeister Helmut Knurbein.

Die Planungen für den Neubau reichen bis ins Jahr 2018 zurück, als der Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen wurde. Im Mai 2020 begannen die Beratungen über das neue Feuerwehrhaus – zunächst am ursprünglich vorgesehenen Standort an der Nödiker Straße. Das Preisgericht fand im Mai 2022 statt. Im März 2023 wurde die Planung auf den neuen Standort am Schützenhof ausgerichtet und der Architektenentwurf angekauft. Auf dieser Grundlage fasste der Rat der Stadt Meppen im Mai 2023 den politischen Beschluss für das Vorhaben. In den Jahren 2024 und 2025 wurden das Raum- und Kostenprogramm weiter ausgearbeitet und die Planungen konkretisiert. 2026 folgten die Planungen für den Innen- und Außenbereich sowie die technische Gebäudeausrüstung.

Das neue Feuerwehrhaus wird rund 92 Meter lang, 34 Meter breit und neun Meter hoch. Neben dem Hauptgebäude entstehen auf dem Grundstück ein Übungsturm mit Übungsplatz, ein Parkplatz für 84 Einsatzkräfte sowie ein Besucherparkplatz. Das Gebäude wird so konzipiert, dass es künftig erweitert werden kann. Auch für den Betrieb im Katastrophenfall ist der Standort – unter anderem durch einen eigenen Stromgenerator – vorbereitet.

Ein zentraler Bestandteil des neuen Feuerwehrhauses sind die Fahrzeug- und Funktionsbereiche. Insgesamt stehen Stellplätze für 16 Feuerwehrfahrzeuge zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch eine Wasch- und eine Aufrüsthalle sowie ein Hochregallager. Für die Wartung und Pflege der Einsatzmittel entstehen verschiedene Werkstätten, darunter eine eigene Atemschutzwerkstatt.

Für die Einsatzkräfte verbessern sich die Bedingungen ebenfalls deutlich. Insgesamt werden 190 Umkleideplätze für die Einsatzabteilung sowie weitere 50 Plätze für die Jugendfeuerwehr und die Ehrenabteilung geschaffen. Hinzu kommen Schulungsräume für bis zu 120 Personen, ein Kameradschaftsraum, Ruheräume sowie ein Lehr- und Aufenthaltsraum für die Jugendfeuerwehr. Weitere Räumlichkeiten umfassen unter anderem Lagerflächen für Bekleidung, eine Küche, einen Gemeinschaftsraum, Büroräume sowie eine Einsatzzentrale und einen Stabsraum.

Auch die technische Ausstattung orientiert sich an den Anforderungen eines modernen Feuerwehrstandorts. Beheizt wird das Gebäude über eine Wärmepumpe. Auf dem Dach sind ein Gründach und eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Die Lüftungsanlage kann die Raumtemperatur bei Bedarf um bis zu fünf Grad unter die Außentemperatur absenken.

Der Neubau ersetzt das heutige Feuerwehrhaus aus den 1970er Jahren und schafft zeitgemäße Rahmenbedingungen für Einsatz, Ausbildung und Jugendarbeit.

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