Neue Feuerwehrtaucher für die Landkreise Emsland und Osnabrück

17 angehende Feuerwehrtaucher aus den Landkreisen Osnabrück und Emsland haben die 41 Unterrichtstunden umfassende theoretische Ausbildung zum Feuerwehrtaucher absolviert.
Matthias Brüning
Die Prüfungsübungen fanden am Speicherbecken in Geeste statt (Foto: Feuerwehr Meppen)

Den Teilnehmern wurden die Grundlage über das Tauchen und der Atemsysteme, verschiedenen Richtlinien und Verordnungen sowie die Tauchmedizin vermittelt. Nach der theoretischen Prüfung durften 6 Feuerwehrtaucher und 1 Feuerwehrlehrtaucher gleich im Anschluss das Erlernte in der Praxis zeigen. Die übrigen Lehrgangsteilnehmer haben nun zwei Jahre Zeit, die erforderlichen 50 Tauchgänge für die praktische Prüfung durchzuführen. Verschiedene praktische Übungen wurden für die 6 Prüflinge durch die Prüfungskommission vorbereitet.

Sechs Prüflinge legten auch direkt die praktische Prüfung ab

Von einer Plattform ging es direkt auf den Grund des Speicherbeckens. Der Ab- und auch der Aufstieg müssen sehr sorgfältig durchgeführt werden, da ein zu schnelles Ab- bzw. Aufsteigen zu schweren körperlichen Schäden führen kann. In ca. 15 Meter Wassertiefe musste mittels Leinensuchverfahren ein Objekt gefunden werden. Dieses war dann an Land zu bemaßen und im Detail zu beschreiben. An einer weiteren Station mussten die Feuerwehrtaucher ein Eisenrohr mit einer Säge unter Wasser zerteilen. Auch die Rettung verunfallter Taucher sowie der eigene Notaufstieg waren Bestandteil der praktischen Prüfung.

Prüfungsausschuss war sehr zufrieden

Insgesamt zeigte sich der Prüfungsausschuss unter der Leitung von Quentin Mehrholz (Leiter des Ausbildungsstätte Meppen) von den guten Leistungen sehr beeindruckt. Auch die Feuerwehrlehrtaucher Björn Brand (Meppen), Stefan Bussmann (Alfhausen), Nils Meyer (Oldenburg), Dustin Miller (Hesepe) und Udo Stückemann (Epe/Bramsche OS) hatten nichts zu beanstanden. Seit 1999 durchliefen bereits über 180 Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer aus den Landkreisen Emsland und Osnabrück sowie der Stadt Oldenburg die Ausbildung. Die emsländischen Feuerwehrtauchergruppen aus Papenburg, Haren, Haselünne und Meppen kommen werden rund 20-mal pro Jahr zu Einsätzen alarmiert.

Die Feuerwehrtaucher bedanken sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Segelverein Speichersee Emsland und deren Bereitschaft, dass dort wieder die praktische Prüfung stattfinden konnte.

Feuerwehrtaucher der Stufe II dürfen nach bestandener Prüfung nicht nur in Wassertiefen bis zu 20 Metern tauchen sondern auch sägen, Seile anschlagen oder Hebekissen anbringen. Zusätzlich dürfen sie auch in Gefahrenbereichen wie zum Beispiel unter Eisdecken oder in Schleusen und anderen Bauwerken tauchen.

Für seine Verdienste geehrt

Udo Stückemann aus Epe konnte für seine Verdienste in den zwanzig Jahren in denen er als Feuerwehrlehrtaucher tätig ist, vom Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes Altkreis Meppen e.V. Wolfgang Veltrup mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet werden.


Die praktische Prüfung am Geester Speicherbecken haben bestanden:

Feuerwehrtaucher Stufe 1:
– Hannes Pooth (Papenburg)
– Felix Wegmann (Papenburg)
– Felix Wörtmann (Alfhausen)

Feuerwehrtaucher Stufe II
– Niklas Brose (Alfhausen)
– Leon Langkamp (Alfhausen)
– Florian Kathmann (Haren)

Die Prüflinge mit ihren Prüfern und den Beobachtern (Foto: Feuerwehr Meppen)