Neue Kulturprojekte für Lingen: OB Krone und Jury stellen Ergebnisse des Ideenwettbewerbs vor

Lingen (pm). Mit neuen Formaten und frischen Impulsen wird das kulturelle Leben in Lingen weiter gestärkt: Oberbürgermeister Dieter Krone hat gemeinsam mit den Vertreterinnen der Jury im Rahmen eines Pressegesprächs in der Kulturvilla die ausgewählten Projekte aus dem städtischen Ideenwettbewerb vorgestellt.
Fabian Brand
(v.l.) Kulturdezernentin Monika Schwegmann, Oberbürgermeister Dieter Krone, Vorsitzende des Kulturausschusses Irene Vehring und Fachbereichsleiterin Kultur Vera Bruns. (Foto: Stadt Lingen)

Die Stadt Lingen hatte im Dezember vergangenen Jahres Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Ideen für neue kulturelle Angebote einzureichen. Bis Mitte Februar gingen 30 Vorschläge ein. Eine Jury, bestehend aus der Vorsitzenden des Kulturausschusses Irene Vehring, Kulturdezernentin Monika Schwegmann und Fachbereichsleiterin Kultur Vera Bruns, wählte daraus mehrere Projekte zur Umsetzung aus.

Möglich wird der Ideenwettbewerb durch das Vermächtnis der Lingener Kulturmäzenin Eva Essmann. Für kulturelle Zwecke stehen 50.000 Euro zur Verfügung. „Eva Essmann war es wichtig, dass Kultur für alle zugänglich ist. In diesem Sinne setzen wir ihr Vermächtnis ein und stärken die Teilhabe am kulturellen Leben in unserer Stadt“, betonte Oberbürgermeister Dieter Krone.

Für die Umsetzung der ausgewählten Ideen stehen rund 30.000 Euro zur Verfügung. Ziel war es insbesondere, neue Formate zu fördern, die das bestehende Kulturangebot sinnvoll ergänzen. „Es war gar nicht so einfach, aus der Vielzahl an eingereichten Ideen diejenigen herauszufiltern, die wirklich neue Impulse setzen“, erklärte Kulturdezernentin Monika Schwegmann. „Uns war wichtig, mehrere unterschiedliche Veranstaltungen zu ermöglichen und nicht alles in ein einzelnes Projekt zu bündeln.“

Irene Vehring zeigte sich erfreut über die große Resonanz: „Wir sind sehr dankbar für diese Chance, einmal unbürokratisch und anders zu denken. Viele spannende Ideen sind entstanden – einige werden jetzt umgesetzt, andere perspektivisch weiterverfolgt oder an Partner weitergegeben.“

Den Auftakt macht am Samstag, 13. Juni 2026, das „Dinner in Weiß“ im Garten der Kulturvilla. Rund 200 Gäste können an langen, weiß gedeckten Tafeln gemeinsam speisen. Die Teilnehmenden bringen ihr eigenes Drei-Gang-Menü mit oder können dieses vorab bestellen. Für die musikalische Begleitung sorgt ein Ensemble aus Klavier, Violine und Gesang.

Am Samstag, 20. Juni, folgt mit „Yoga in Concert“ ein weiteres besonderes Angebot im Emsauenpark. Unter Anleitung von Yogalehrerin Katharina Korves verbinden die Teilnehmenden Bewegung mit DJ- und Live-Musik von Susan Albers.

Weitere Projekte sind über den Sommer verteilt geplant: Das „Bewegungscafé“ lädt an mehreren Terminen in der Innenstadt zu niedrigschwelligen Bewegungsangeboten in entspannter Café-Atmosphäre ein. Das Projekt „Lingen hört zu“ sammelt persönliche Geschichten von Bürgerinnen und Bürgern und macht diese als Audioformate zugänglich. Mit „Emsland Sounds“ entsteht zudem ein Talentwettbewerb für Sängerinnen und Sänger, dessen Höhepunkt ein gemeinsames Abschlusskonzert bildet.

„Die ausgewählten Projekte zeigen, wie lebendig und vielfältig die Kulturszene in Lingen ist“, so Oberbürgermeister Krone. „Sie schaffen neue Begegnungsräume und laden die Menschen ein, Kultur aktiv mitzugestalten.“

Ergänzend zum Ideenwettbewerb werden sogenannte „Kulturschecks“ eingeführt. Damit erhalten Schulklassen die Möglichkeit, Veranstaltungen im Theater an der Wilhelmshöhe außerhalb des Lehrplans zu besuchen. „Kultur soll Spaß machen und erlebbar sein – gerade auch für junge Menschen“, unterstrich Irene Vehring.

Für Fachbereichsleiterin Vera Bruns ist der Wettbewerb ein wichtiger Impuls: „Es ist ein schöner Weg, das Vermächtnis von Eva Essmann direkt in die Stadtgesellschaft zurückzugeben. Kultur lebt von den Menschen – und genau das wird hier sichtbar.“

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