Nordhorn – Alte Schule in Bimolten wird ab 2027 saniert

Nordhorn (pm). Die Alte Schule im Nordhorner Ortsteil Bimolten wird umfassend saniert und als modernes Dorfgemeinschaftshaus zukunftsfähig aufgestellt. Mit der geplanten Maßnahme sollen die historische Bausubstanz dauerhaft gesichert, die regionale Baukultur erhalten und gleichzeitig moderne, barrierefreie Räume für die Dorfgemeinschaft geschaffen werden.
Fabian Brand
Die Alte Schule in Bimolten soll ab Frühjahr 2027 umfassend saniert und zu einem modernen, barrierefreien Dorfgemeinschaftshaus weiterentwickelt werden. (Foto: Stadt Nordhorn)

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Nordhorn hat in seiner letzten Sitzung grünes Licht für das Projekt gegeben. Zuvor hatte das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Fördermittel im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms bewilligt. Die Fördersumme beträgt rund 437.000 Euro. Die Stadt Nordhorn rechnet mit Gesamtkosten von rund 673.000 Euro. Im Frühjahr 2027 sollen die Arbeiten starten.

„Mit der Sanierung der Alten Schule Bimolten wird nicht nur ein ortsbildprägendes Gebäude erhalten“, sagt Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling. „Es ist zugleich ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum sowie zu Klimaschutz, Barrierefreiheit und Inklusion.“

Die Alte Schule bildet seit über 100 Jahren den Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft und prägt bis heute das Ortsbild von Bimolten. Im Zuge der Sanierung werden Haupt- und Nebengebäude energetisch und funktional modernisiert. Geplant sind unter anderem die Erneuerung von Dach und Fassade inklusive Dämmung, der Einbau einer Luftwärmepumpe, die Installation einer Photovoltaikanlage sowie moderne Heiz- und Beleuchtungstechnik. Gleichzeitig erfolgt die denkmalgerechte Instandsetzung des historischen Ensembles mit Sanierung des Glockenturms, Aufarbeitung des historischen Eingangsbereichs und Erhalt prägender Bauelemente.

Auch die Außenanlagen werden umfassend neugestaltet. Vorgesehen sind barrierefreie Wegeflächen, eine multifunktionale Terrasse für Veranstaltungen, neue Aufenthaltsbereiche sowie ein modernisierter Spielbereich mit inklusiven Spielgeräten. Insektenfreundliche Pflanzungen, Fassadenbegrünung, Nistkästen und wasserdurchlässige Flächen leisten zusätzlich einen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz sowie zur Förderung der Biodiversität.

Das Projekt ist Bestandteil des Dorfentwicklungsplans für die Dorfregion Nordhorn – Neuenhaus – Lage und besitzt damit eine besondere Bedeutung über Stadtgrenzen hinaus. Die Dorfgemeinschaft war von Beginn an eng in die Planungen eingebunden. Zahlreiche Anregungen aus Bürgerdialogen flossen in die Gestaltung ein. Auch künftig soll die Alte Schule maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement getragen und als lebendiger Treffpunkt für Vereine, Familien und Veranstaltungen genutzt werden.

Das Vorhaben wird im Rahmen der ZILE-Richtlinie zur Dorfentwicklung gefördert. Es investiert in die nachhaltige Entwicklung und Attraktivität von Dörfern in ländlichen Regionen als Wohn-, Wirtschafts-, Erholungs-, Sozial- und Kulturraum. Ziel ist die Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung. Die Förderung erfolgt durch die Europäische Union, das Land Niedersachsen sowie den Bund im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).

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