Nordhorn – Neubaugebiet in Brandlecht ist vorbereitet

Nordhorn (pm). In Nordhorn entsteht ein neues Wohnbaugebiet im Ortsteil Brandlecht / Hestrup. Der Rat der Stadt Nordhorn hat in seiner Sitzung am 12. März 2026 die Kaufpreise für die insgesamt zehn städtischen Grundstücke festgelegt. Die Fläche wurde bereits für die Bebauung vorbereitet. Die Vergabe der Grundstücke soll im August erfolgen.
Fabian Brand
Vom Abschluss der vorbereitenden Arbeiten im Neubaugebiet überzeugten sich: (von links) Carsten Müller vom Amt für Straßenbau, Hinrich Baumann von der Firma Beton und Monierbau, Jens Kuite und Anja Handlöchten vom Liegenschaftsamt, Stadtbaurätin Milena Schauer und Bürgermeister Thomas Berling. (Foto: Stadt Nordhorn)

Bürgermeister Thomas Berling überzeugte sich bei einem Termin vor Ort von der erfolgreichen Vorbereitung des Baufelds: „Es gibt weiterhin eine große Nachfrage nach Baugrundstücken in Nordhorn. Umso mehr freut es mich, dass wir mit diesem neuen Baugebiet zusätzlichen Wohnraum schaffen und insbesondere Familien die Möglichkeit geben können, sich hier dauerhaft niederzulassen. Gleichzeitig stärken wir damit die Entwicklung von Brandlecht und Hestrup.“

Auch Stadtbaurätin Milena Schauer blickt positiv auf das neue Flächenangebot der Stadt: „Mit der Erschließung dieses Baugebiets schaffen wir attraktive Grundstücke in einem gewachsenen Umfeld. So kann der Ortsteil sich behutsam weiter entwickeln und zugleich neuer Wohnraum entstehen, der den aktuellen Bedarf in unserer Stadt berücksichtigt.“

Das Neubaugebiet „Am Kreuzbree / Zum Primelbusch“ grenzt unmittelbar an das vor einigen Jahren entstandene Baugebiet „Am Kreuzbree“. In unmittelbare Nähe verläuft die Vechte. Angrenzend daran befindet sich das Naturschutzgebiet Tillenberge.

Kaufpreise beschlossen

Insgesamt stehen rund 5.700 Quadratmeter Grundstücksfläche zur Verfügung. Diese werden auf insgesamt zehn städtische Baugrundstücke für Einfamilienhäuser verteilt, die zwischen 521 und 642 Quadratmeter groß sind. Je nach Lage werden laut Ratsbeschluss beim Kauf 97 Euro oder 81 Euro pro Quadratmeter fällig. Hinzu kommen Beiträge für die Erschließung und den Anschluss an die Abwasserkanalisation. „Mit den vom Rat beschlossenen Preisen decken wir lediglich die Kosten und machen praktisch keinen Gewinn“, betont Schauer. Die Stadt investiere damit aktiv in eine positive Entwicklung des Wohnungsangebots.

Der Bebauungsplan ist seit dem 30.04.2024 rechtskräftig. Nach dem Abschluss der archäologischen Untersuchungen wurden in den vergangenen Monaten die Kanalisation verlegt und eine Baustraße asphaltiert. Im Hinblick auf zunehmende Starkregenereignisse wurden großzügige Entwässerungsmulden entlang der bestehenden Straße Am Kreuzbree angelegt. Außerdem wurde die Straße verbreitert, verstärkt und um mehrere Straßenbäume ergänzt. Die Baukosten belaufen sich auf rund 310.000 Euro. Die Arbeiten wurden von dem Nordhorner Unternehmen Beton- und Monierbau ausgeführt. Auch die Nordhorner Versorgungsbetriebe NVB haben ihre Versorgungsleitungen bereits verlegt. Die endgültigen Straßen und Wege werden hergestellt, sobald alle Häuser gebaut sind.

Im Zuge der Bauarbeiten hat die Firma Beton- und Monierbau auch die Modernisierung der Bushaltestellen an der benachbarten Engdener Straße umgesetzt. Die Haltestelle „Hestrup – Am Kirchesch“ verfügt nun über ein neues Wartehäuschen sowie über befestigte, barrierearme Bussteige auf beiden Straßenseiten. Die Umsetzung dieser Maßnahme hat rund 90.000 Euro gekostet. Im Rahmen eines Förderprogramms übernimmt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen 75 Prozent der Kosten. Die verbleibenden 25 Prozent teilen sich der Landkreis Grafschaft Bentheim und die Stadt Nordhorn.

Grundstücksvergabe im August

Die Vergabe der Grundstücke wird voraussichtlich im August dieses Jahres erfolgen. Noch bis zum 21. Juni 2026 können Interessierte sich bei der Stadt Nordhorn auf die Warteliste eintragen lassen oder ihre bestehende Eintragung aktualisieren. Alle Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Stadt Nordhorn unter www.nordhorn.de/baugebiete

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