Premiere für das Nordhorn Deathfest in der Alten Weberei

Nordhorn (pm). Zehn Bands an einem Tag: Am Samstag, den 17. Oktober 2026, feiert das Nordhorn Deathfest (NHDF) seine Premiere im Kulturzentrum Alte Weberei. Ab 14 Uhr steht der große Saal ganz im Zeichen des Death Metal. Mit Musikern aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden bietet das Festival einen Querschnitt durch verschiedene Spielarten des Genres. Als Headliner ist die britische Band Benediction angekündigt.
Phil Gerdes
Zehn Death-Metal-Bands wie Benediction (Foto) aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden stehen am 17.10.2026 auf der Bühne der Alten Weberei. (Foto: privat)

Angeführt wird das Programm von Benediction aus Birmingham. Die 1989 gegründete Band zählt zu den langjährigen Vertretern des britischen Old-School-Death-Metal. Mit ihrem charakteristischen Sound hat sie die Entwicklung des Genres über mehrere Jahrzehnte begleitet. 2019 kehrte Sänger Dave Ingram, der unter anderem bei Bolt Thrower aktiv war, zur Band zurück. Die jüngeren Veröffentlichungen knüpfen an den klassischen Stil der Gruppe an und fanden sowohl bei Fans als auch in der Fachpresse große Beachtung.

Internationale Bands und unterschiedliche Stilrichtungen

Ebenfalls auf der Bühne stehen Pentacle aus den Niederlanden. Die seit 1990 aktive Band um Frontmann Wannes ist für traditionellen Death Metal bekannt, der sich an den frühen Vertretern des Genres orientiert. Mit Temple of Dread aus Ostfriesland ist zudem eine Band aus dem norddeutschen Raum vertreten. Die 2018 gegründete Formation, zu der auch Musiker von Slaughterday gehören, hat bereits fünf Studioalben veröffentlicht und setzt ebenfalls auf einen klassischen Death-Metal-Sound.

Eine jüngere Generation des Genres repräsentiert Carnal Tomb aus Berlin. Die seit 2014 bestehende Band verbindet schnelle Blastbeats mit langsamen Doom-Passagen und druckvollen Midtempo-Abschnitten. Nightbearer aus Paderborn orientieren sich dagegen stärker am schwedischen Melodic Death Metal. In ihre Musik fließen neben traditionellen Death-Metal-Elementen auch Einflüsse aus Black Metal und Doom ein.

Stilistisch erweitert wird das Programm durch Phantom Corporation. Die Band um Leif Jensen, bekannt unter anderem durch Dew-Scented, kombiniert Death und Thrash Metal mit Einflüssen aus dem Crust Punk. Die beteiligten Musiker bringen Erfahrungen aus verschiedenen Formationen der extremen Metalszene mit.

Für besonders hohes Tempo stehen Keitzer aus Stadtlohn im Münsterland. Die seit 1999 bestehende Gruppe spielt eine Mischung aus Death Metal und Grindcore und hat bislang acht Alben veröffentlicht. Bemerkenswert ist dabei die personelle Kontinuität: Die Band spielt seit ihrer Gründung in derselben Besetzung.

Auch die niederländische Szene ist vertreten

Mit Caedere aus Haaksbergen und The Heritance aus Deventer sind zwei weitere niederländische Bands beim Nordhorn Deathfest dabei. Caedere sind seit 1998 aktiv und verbinden Einflüsse des amerikanischen Brutal Death Metal mit Elementen des schwedischen Death Metal. The Heritance setzen dagegen auf melodischen Death Metal, bei dem Groove, kraftvolle Rhythmen und aggressive Passagen im Vordergrund stehen.

Eröffnet wird das Festival von Hatedotcom aus dem Ruhrgebiet. Die Band verbindet Death und Thrash Metal mit melodischen Elementen und groovenden Rhythmen.

Mit insgesamt zehn Gruppen deckt die erste Ausgabe des Nordhorn Deathfest damit ein breites Spektrum ab, vom traditionellen Old-School-Death-Metal über melodische Varianten bis hin zu Death-Grind und Thrash-Einflüssen. Durch die Beteiligung mehrerer niederländischer Bands unterstreicht das Festival zugleich den grenzüberschreitenden Charakter der Metalszene in der Grafschaft Bentheim.

Tickets & Preise

  • Tickets: ab 36,20€ im Vorverkauf (Zzgl. Systemgebühren); Abendkasse: 40,00€; GN-Card Inhaber sparen 3,50€ im Vorverkauf und an der Abendkasse
  • Veranstaltungsort: Im Kulturzentrum Alte Weberei Nordhorn, Vechteaue 2

Tickets sind über gn-ticket.de, dem VVV Nordhorn, beim Reisebüro Richters, dem Grafschafter Brauhaus sowie bei den Grafschafter Nachrichten erhältlich.

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